Mehrere große Verbände schreiben offenen Brief an Kanzlerin Merkel – EEG unverzichtbar für die Umsetzung der Energiewende Donnerstag, 26. Januar 2012 um 08:12 Uhr

In einem am 20.01.2012 veröffentlichten offenen Brief an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel beziehen namhaften Verbände Stellung für eine weitere Förderung von Solaranlagen und Erneuerbare Energien durch das EEG. Von der Bundesregierung und der Koalition wird ein klares Bekenntnis zur Energiewende eingefordert, anstatt wie aktuell die Förderung durch das EEG in Frage zu stellen. Der VEE Sachsen e.V. schließt sich dieser Position an.

In dem vom Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE), BUND, Bund der Energieverbraucher, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, Nabu und WWF unterzeichneten Brief werden erhebliche Bedenken über die aktuelle Diskussion in der christlich-liberalen Koalition über eine mögliche Abschaffung des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) geäußert. Die Verbände weisen darauf hin, dass dies im Gegensatz zu den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag steht.

 

Die Diskussion über eine mögliche Deckelung der Solarförderung führe dazu, dass die für eine Umsetzung der Energiewende notwendigen gesicherten Rahmenbedingungen für Unternehmen und Verbraucher nicht garantiert werden können. Mit der Einführung einer möglichen Begrenzung der Förderung würde jegliche Planungs- und Investitionssicherheit zerstört. Gleichzeitig wird befürchtet , dass das Erfolgsmodell Erneuerbare Energien (EE) in Deutschland dadurch abgewürgt wird. So wurden allein im Jahr 2010 in Deutschland 26,6 Mrd. EUR in die Errichtung von Anlagen zur Nutzung Erneuerbare Energien investiert. Davon entfallen ca. 90% auf das EEG. Durch eine mögliche Revision des EEG besteht die akute Gefahr, dass Deutschland seine internationale Vorreiterrolle auf dem Gebiet der EE verlieren könnte.

Die Verbände bieten der Bundeskanzlerin an, gemeinsam Gespräche darüber zu führen, wie man die Kosteneffizienz des EEG und der einzelnen Technologien in Zukunft optimieren kann.

Den offen Brief an die Kanzlerin finden Sie hier.

Foto: Armin Linnartz