Die Erneuerbaren Energien 2011 zweitwichtigster Stromerzeuger in Deutschland – Kernenergie und Steinkohle erstmals überholt Mittwoch, 01. Februar 2012 um 08:57 Uhr

Im vom Bundesverband deutscher Energie- und Wasserversorger (BDEW) vorgelegten Schätzungen für das Jahr 2011 lösen die Erneuerbaren Energie erstmals die Steinkohle und die Atomkraft als zweitwichtigsten Energieerzeuger ab. Der Anteil der Erneuerbaren Energie steigt demnach von 16,9% im Jahr 2010 auf nun knapp 20% an. An der Spitze wird, wie im vorletzten Jahr, die Braunkohle mit einem Anteil von knapp 25% liegen.

Den größten Anteil im Bereich der Erneuerbaren Energien liefert wie im Jahr davor die Windkraft, deren Anteil für 2011 auf knapp 8% geschätzt wird. Danach folgt die Biomasse mit 5% und die Photovoltaik mit 3,2%. Die größte Steigerung des Anteils im Bereich der Erneuerbaren erreichte, auch dank des für das Jahr 2011 prognostizierten Rekordzubau mit ca. 7,5 GW, die Photovoltaik. Diese truge im Jahr 2010 nur 1,9% zur deutschen Brutto-Stromerzeugung bei. 

Die erneuerbaren Energien unterstreichen damit erneut ihre wichtige Stellung im deutschen Strommix. Besonders hervorzuheben ist dabei die Tatsache, dass diese Energieanlagen dezentral in den Regionen errichtet sind und damit schon jetzt einen großen Einfluss auf die  Versorgungssicherheit der deutschen Energieversorgung haben.

Die VEE Sachsen e.V. hat schon im Jahr 2008, mit der von ihr erarbeiteten „Grünen Ausbaustudie“ deutlich gemacht, dass in Sachsen bereits im Jahr 2020 ein Anteil der Erneuerbaren Energien von 80% am Brutto-Strom-Verbrauch realisierbar ist.

Die Grüne Ausbaustudie finden Sie hier.