| Die Marktprämie kostet viel Geld und bringt kaum Fortschritte auf dem Weg der Marktintegration der Erneuerbaren Energien – besser wäre die Einführung eines Speicherbonus im EEG | Donnerstag, 02. Februar 2012 um 13:08 Uhr |
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In der aktuellen mit aller Schärfe geführten, politischen Debatte über die Kosten des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) erklärt das Fachmagazin Eurosolar die Marktprämie für gescheitert. Dieses Instrument sollte die Anlagenbetreibern dazu animieren, ihre Anlagen stärker marktorientiert zu betreiben. Die Prämie leitet sich aus der Differenz zwischen der spezifischen EEG-Vergütung für jede einzelne Anlage und den durchschnittlichen monatlichen Börsenpreis ab, in dem Fall der Anlagenbetreiber seinen erzeugten Strom selbst oder über einen Stromhändler auf dem Markt verkauft. Laut Eurosolar haben die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt, dass die Marktprämie „ausschließlich zu hohen Mitnahmeeffekten in dreistelliger Millionenhöhe ohne erkennbaren Nutzen führt“. Die jährlichen Mehrkosten werden für das Jahr 2012 auf über 500 Millionen Euro geschätzt. Gleichzeitig läuft die Zielstellung, die man mit der Einführung dieses Instruments verband, ins Leere. Das Ziel mit der Marktprämie den Aufbau von Verbundkraftwerke mit kombinierten erneuerbaren Energien (virtuelle Kraftwerke) und den Bau von neuen Stromspeichern zu fördern, wurde bisher nicht erreicht. Die dadurch erhoffte Entlastung der Stromnetze ist ebenfalls nicht feststellbar. In der aktuellen politischen Debatte zu den Kosten der EEG-Vergütung versuchen nun einige stimmgewaltige politischen Akteure, die durch ihre Politik herbeigeführten Mehrkosten ganz bewusst den Erneuerbaren Energien anzulasten. Eurosolar vermutet hier einen Versuch, die hohe Akzeptanz für die Erneuerbaren Energien in der Bevölkerung bröckeln zu lassen. Um das Problem zu entschärfen, schlägt das Magazin die Einführung eines Speicherbonus, im Rahmen des EEG, für Energiespeicher und virtuelle Kraftwerke vor. Damit werden die anfallenden Kosten stärker mit dem daraus entstehenden Nutzen verknüpft und der Übergang zu einer stärkeren Dezentralisierung unserer Stromversorgung beschleunigt. Laut einem Bericht des Magazins Erneuerbare Energien steigt der Anteil des direkt vertriebenen Stroms im Februar 2012 von 13,5 auf 17 GW im Vergleich zum Vormonat. Den Löwenanteil werden dabei die onshore Windenergieanlagen mit fast 15,4 GW (das sind über 90%) lieferen.
Die Pressemeldung von Eurosolar finden Sie hier. Hintergrundinformationen zur Direktvermarktung finden Sie hier. |



































