| Die sächsischen Staatsminister Sven Morlok und Markus Ulbig stellen Entwurf des Landesentwicklungsplans 2012 der Öffentlichkeit vor - Priorität bei den Energieträgern liegt weiterhin auf der Braunkohle |
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Auf der gestrigen Pressekonferenz stellten der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) und der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) den Entwurf des Landesentwicklungsplans 2012 (LEP 2012) der Öffentlichkeit vor. Die Basis des neuen LEP bildet der aktuell gültige LEP, welcher bereits im Jahr 2003 in Kraft gesetzt wurde. Zu diesem wurden durch Träger öffentlichen Belangs, innerhalb eines ersten Beteiligungsverfahren, ungefähr 300 Stellungnahmen abgegeben. Ziel der beiden beteiligten Staatsminister ist, den jetzt in der Diskussion befindlichen Plan bis Ende 2012 als Rechtsverordnung zu verabschieden. Erstmals ist bei dem Entwurf LEP 2012 die Möglichkeit vorgesehen sich innerhalb des formellen Beteiligungsverfahrens auch online zu beteiligen. Die offizielle Veröffentlichung des LEP 2012 erfolgt am 27.01.2012 und wird dann auch auf dieser Seite abrufbar sein. Ab diesem Zeitpunkt bis zum 23.03.2012 hat jeder sächsische Bürger die Möglichkeit eine Stellungnahme zum LEP 2012 abzugeben. Gleichzeitig planen beide Ministerien Anfang März 2012 mit regionalen Entscheidungsträgern zum Entwurf so genannte Regionalkonferenzen durchzuführen. Minister Ulbig wies auf der Pressekonferenz darauf hin, dass der LEP 2012 sobald er als Rechtsverordnung verabschiedet wird, bindend für die nachfolgenden Planungsebenen ist. Im Bereich der erneuerbaren Energien liegt die Priorität auf dem weiteren Ausbau der Windkraft. Hier sollen in Zukunft, die im Entwurf des sächsischen Energie- und Klimaprogramms (EuK) niedergelegten Ziele (bspw. denn Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 33% zu erhöhen) dazu führen, dass weitere Windkrafteignungs- und Vorranggebiete in den einzelnen Planungsregionen ausgewiesen werden. Gleichzeitig setzt man verstärkt auf das Repowering von Altanlagen. Hierzu sollen besondere Repoweringgebiete eingerichtet werden. Bei der Biomasse strebt man eine gleichmäßige Verteilung auf ganz Sachsen an und setzt die Priorität auf Anlagen in denen neben der Stromproduktion auch gleichzeitig die dabei entstehende Abwärme genutzt werden kann. Der Bedarf an Biomasse soll dabei möglichst verbrauchsnah erfolgen. Ein kurzer Abschnitt zu Geothermie stellt fest, dass das oberflächennahe geothermische Potenzial in fast ganz Sachsen verfügbar ist und in Zukunft verstärkt auch als Wärmespeicher genutzt werden soll. Neu am LEP 2012 ist die Tatsache das auch erstmals die Verkehrsplanung in die Landesentwicklungsplanung aufgenommen wurde. Quelle Bild: Sächsisches Staatsministerium des Innern |




































Im Abschnitt zum Thema Energieversorgung im 160 Seiten Entwurf wird weiterhin die Priorität auf den einheimischen Energieträger Braunkohle gelegt. Diese soll auch in Zukunft weiter gesichert und genutzt werden. Bei der Windkraft setzt man auf das Repowering. Zu Photovoltaik und Wasserkraft findet man dagegen keinerlei Ausführungen.