Solar-Party im Zukunftswald

Dienstag, 18. Juli 2023 - 13:00
VEE Sachsen e.V.

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Wir laden zur 2. Solar-Party im Zukunftswald in das KunstGarten Refugium Ehrenberg nach Kriebstein ein. Wir, das sind die "Omas for Future" (Leben im Einklang mit der Natur e.V.) und die VEE Sachsen e.V. in Kooperation mit dem Refugium Ehrenberg. Die Einladung richtet sich an alle Interessierte und vor allem an Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer, welche vor der Frage stehen, wie sie sich preisstabil und versorgungsicher mit Hilfe von Erneuerbaren Energien mit Strom und Wärme versorgen können und ihre Mobilität nachhaltig gestalten.

Ziel der "Omas for Future" ist es, die Generation 50+ darüber zu informieren, welche Auswirkungen ihr Alltags- und Konsumverhalten auf Mensch und Natur hat, wie man gesünder lebt und dabei noch Geld einsparen kann. Am Tag der Erde ist dieses Jahr bereits in Leipzig auf dem Festival der Zukunft der erste Zukunftswald entstanden, welcher nun mit den Solar-Partys durch Sachsen reist.

Wir werden gemeinsam den Abend entspannt im Zukunftswald verbringen, wo neben Informationen in angenehmer Stimmung bei Speisen und Getränken der Austausch nicht zu kurz kommen wird.

  • Dienstag, 29. August 2023
  • 17 bis 20 Uhr
  • Kriebstein
    (die genaue Anschrift erhalten Sie nach Anmeldung, welche zwingend erforderlich ist)

Lasst Euch entführen auf einen Wandelpfad über kleine und große Meilensteine hin zu einer Welt, die frei ist von Brennstoffabhängigkeiten und Treibhausgasen.

Hier eine Auswahl der Sehenswürdigkeiten:

  • 2 Gebäude mit energetischer Autarkie, 100 % erneuerbare Energie  und CO2-neutral:
    Strom = 100 % aus Photovoltaik-Off-Grid-System³
    Heizung = Solarthermie, selbst entwickelte PV-Überschuss-Heizung, sehr wenig Holz-Ofen
  • niedrige Energiebillanz durch gute Dämmung, intelligente Installationen
  • Heizungsanlage und Off-Grid-Anlage samt Akkus
  • Elektromobilität: Elektro-Chopper + Elektro-Pkw

Nutzen wir die unerschöpfliche Kraft der Sonne! Der erschwingliche Solarenergieansatz verbessert die Wohnsituation, die individuelle Mobilität und sogar die Beheizung mittels effizienter Wärmepumpe.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung wird im Rahmen des Programmes ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ gefördert durch die Stiftung Mercator. Bitte beachten: eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich - die Plätze sind begrenzt!

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Erfolgreiche Energiewende im Freistaat Sachsen verlangt beschleunigten Netzausbau

VEE Sachsen e.V.
Pressemitteilung 04/2023 vom 14. Juli 2023

Dresden. 14. Juli 2023. Um die Energiewende in Freistaat Sachsen erfolgreich umzusetzen, ist neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien auch der Ausbau des Stromnetzes erforderlich. Beides kommt nur schleppend voran. Dies gilt vor allem für den Neubau von Hochspannungsleitungen. Neben langen Planungs- und Genehmigungsverfahren sind dafür auch anhaltende Bürgerproteste verantwortlich. Die Klimaschutzziele von Sachsen sind so nicht erreichbar.

Bei den Sächsischen Klimagesprächen der Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien in Sachsen (VEE Sachsen e. V.) zum Thema Energiewende im Lichte von Ausbau und Akzeptanz am 14. Juli 2023 forderten deshalb alle Beteiligten ein rasches Umdenken.

„Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Ausbau des Stromnetzes im Freistaat Sachsen müssen sich im Einklang bewegen. Dazu benötigen wir deutlich einfachere und schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Neubau von Stromleitungen. Es kann nicht im Sinne der Energiewende sein, dass aufgrund von Netzengpässen Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien immer wieder gedrosselt oder abgeschaltet werden müssen. So kommen wir nicht weiter“, betont Falk Zeuner, Präsident der VEE Sachsen e. V.

Dr. Elisabeth Jüschke, Leiterin Projektentwicklung Wind Ostdeutschland der JUWI GmbH, sieht dies ähnlich. Die Projektentwicklungsgesellschaft für Windkraftanlagen, Solaranlagen und Hybrid- Kraftwerke, die in Brandis bei Leipzig einen Standort hat, betreut in Sachsen zahlreiche Windenergie- und Solarenergie-Vorhaben. „Um die von der Politik verlangten Vorgaben beim Ausbau der Wind- und Solarenergie einzuhalten, sind wir neben ausreichenden Flächen auf ausreichende Stromnetze angewiesen, in die wir unseren klimafreundlich erzeugten Strom einspeisen können.“

Auch Steffen Zerge, Leiter Netzregion Südsachsen bei der Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM), Kabelsketal/Freiberg, weiß, dass beim Ausbau des Stromnetzes Eile geboten ist. Das Unternehmen ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland. Das Netzgebiet erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Sachsen unterhält MITNETZ STROM ein 23.000 Kilometer langes Stromnetz, an das aktuell 38.000 Anlagen zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien angeschlossen sind. „Wir kommen speziell beim Ausbau des Hochspannungsnetzes in der Netzregion Südsachsen seit Jahren nicht mit der notwendigen Geschwindigkeit voran. Dies gefährdet nicht nur die Umsetzung der Energiewende, sondern auch die Versorgungssicherheit vor Ort.“

Die Anforderungen, vor denen MITNETZ STROM beim Netzausbau steht, sind gewaltig. Das von der Politik beschlossene Ziel, dass bis 2030 80 Prozent der Stromerzeugung in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen sollen, bedeutet für das Unternehmens, mindestens 900 Windkraftanlagen und 133.000 Photovoltaik-Anlagen an das Stromnetz in seinem Netzgebiet anschließen zu müssen. „Nie waren die Herausforderungen so groß wie jetzt. Wir müssen ab heute bis 2030 mindestens 1.500 Kilometer Freileitungen in unserem Netzgebiet bauen. Das sind 16 Kilometer pro Monat. Dies ist nur zu schaffen, wenn die Investitionsbedingungen verbessert werden, ausreichend Fachkräfte und Material zur Verfügung stehen und nicht zuletzt die Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden“, unterstreicht Zerge.

Neben weniger Bürokratie und mehr Personal bei der Planung und Genehmigung von neuen Stromleitungen im Freistaat Sachsen ist für Dirk Neubauer, Landrat des Landkreises Mittelsachsen, auch ein Umdenken beim Umgang mit den vom Ausbau betroffenen Bürgern erforderlich. „Die Energiewende kann ohne die Akzeptanz der Bevölkerung nicht gelingen. Die Bürger fordern berechtigt, frühzeitig und umfassend in Projekte vor ihrer Haustür einbezogen zu werden. Die bestehenden Angebote reichen nicht aus. Sie müssen durch neue Beteiligungsformate ergänzt werden. Die Bürger werden Proteste und Klagen gegen den Ausbau des Stromnetzes nur dann einstellen, wenn wir sie bei der Planung von Beginn an zu anerkannten Partnern machen.“

Auch Prof. Dr. Gernot Barth, Leiter IKOME | Steinbeis Mediation, Leipzig, hält einen Perspektivwechsel bei der Bürgerbeteiligung beim Netzausbau für notwendig. Das Unternehmen ist eines der führenden Beratungsinstitute für Konfliktmanagement in Deutschland. „Bürger sind nicht Bremser, sondern Schrittmacher von Energie-Infrastrukturprojekten. Sie sind ein Aktivposten. Ihre Potenziale abzurufen, ist für alle ein Gewinn. Investitionen in eine zeitgemäße Bürgerbeteiligung beim Ausbau des Stromnetzes sind gut angelegt. Die notwendigen Mittel sind im Vergleich zu den Kosten bei Verzögerungen oder Scheitern der Vorhaben vergleichsweise gering.“

Barth verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Ergebnisse des Steinbeis BürgerbeteiligungsReports 2023. Danach ist für zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland eine Bürgerbeteiligung bei Infrastrukturprojekten wie dem Ausbau des Stromnetzes wichtig. Sie kann aus Sicht der Bürger einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, Konflikten vorzubeugen, Klagen zu vermeiden und Verständnis für die Planung zu verbessern.

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Innovationen aus Sachsen: Liofit – allein im Kampf gegen die Akku-Verschwendung

Dienstag, 04. Juli 2023 - 09:00
VEE Sachsen e.V.

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Nur wenige Firmen trauen sich an das Recycling von E-Bike-Akkus: Zu aufwändig, zu teuer, zu vielfältig die Eigenheiten der Hersteller. Anders die Liofit GmbH in Kamenz: Sie hat der Verschwendung von E-Bike-Akkus den Kampf angesagt.

HINWEIS: Die Geschäftsräume der Liofit wurden kurz nach der Recherche für diesen Text durch einen Brand zerstört. Die Liofit GmbH benötigt deswegen dringend finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau. Es wurde Unterstützung von der regionalen Politik zugesagt. Alle Beteiligten sind sich einig, dass Liofit erhalten bleiben soll und die Produktion schnellstmöglich wieder aufgenommen werden soll.

E-Bike-Akkus haben keinen leichten Stand: Zu sehr unterscheiden sich die Hersteller, es ist aufwändig und teuer. Das Ergebnis: Keiner kümmert sich darum. Dr. Ralf Günther, Gründer und Geschäftsführer der Liofit GmbH wollte das ändern. Seit zehn Jahren führt er das Unternehmen in Kamenz. Bis auf eine kleine Förderung wuchs das Unternehmen bisher ohne jedes Fremdkapital zum führenden Spezialisten fürs Recycling von E-Bike-Akkus in Deutschland.

„Mittlerweile sind wir in verschiedenen Gremien europaweit gefragt. Beispielsweise sind wir Mitglieder im Kompetenzcluster Recycling & Green Battery, in der Europäischen Batterieinitiative und im IPCEI-Projekt (Important Project of Common European Interest) EuBatIn.“, erklärt Ralf Günther. Seit vier Jahren leitet Sohn Rico Günther das operative Geschäft. Gemeinsam mit seinem Vater führte er interessierte Mitglieder der VEE Sachsen e. V. und des Landesverbandes der Recyclingwirtschaft Sachsen e. V. Ende Mai 2023 in die Grundlagen von Reparatur und Recycling von E-Bike-Akkus ein.

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Energiewende im Lichte von Ausbau und Akzeptanz - Sächsisches Klimagespräch - Freitag, 14. Juli 2023, 11 Uhr

Freitag, 30. Juni 2023 - 13:00
VEE Sachsen e.V.

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Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in Sachsen erfordert sowohl den Ausbau der Erneuerbaren Energien als auch einen beschleunigten Netzausbau. Beides kommt nur schleppend voran. Bürgerproteste erschweren den Ausbau zusätzlich. Sachsen läuft dadurch nicht nur Gefahr, seine Klimaschutzziele zu verpassen, auch die sächsische Industrie ist dringend auf den "grünen Strom" angewiesen. Bei den Sächsischen Klimagesprächen gehen wir in den Dialog mit beteiligten Akteuren.

In unserem Livestream werden wir die Frage vertiefen, welche Möglichkeiten im Umgang mit den Bürgerprostesten bestehen.

Unsere Studiogäste werden sein:

  • Dr. Elisabeth Jüschke, Leiterin Projektentwicklung Wind bei der JUWI GmbH
  • Steffen Zerge, Leiter Netzregion Südsachsen bei MITNETZ STROM
  • Dirk Neubauer, Landrat des Landkreises Mittelsachsen
  • Prof. Dr. Gernot Barth, Leiter IKOME | Steinbeis Mediation, Wirtschaftsmediator, Professor für Konfliktmanagement und Mediation an der Fakultät für Business & Economics der Steinbeis-Hochschule

Auf Impulsvorträge folgt ein offener fachlicher Austausch untereinander und mit den Zuschauern des Livestreams: Sie können per Chat & Slido ihre Fragen und Anmerkungen in die Diskussion einbringen.

Folgen Sie hier dem Live-Stream:

 https://www.vee-sachsen.de/live

 

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Expertise vor Ort: VEE fordert den Aufbau von Landkreis-Energieagenturen durch die SAENA

VEE Sachsen e.V.
Pressemitteilung 03/2023 vom 22. Juni 2023

22. Juni 2022. Nach dem abruptem Aus der Energieagentur Bautzen zum Monatsende fordert die Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien die Landesregierung auf, das Aufgabenfeld der SAENA zu erweitern. Diese soll in den Landkreisen des Freistaates Sachsen regional verankerte Energieagenturen aufbauen. Angesichts der wachsenden Herausforderungen und des zunehmenden Bedarfs braucht es kompetente Ansprechpartner für Energiewende-Themen vor Ort.

Der Bautzner Kreistag hatte vergangenen Montagabend die Fortführung der Bautzner Energieagentur abgelehnt. Mit gemeinsamen Stimmen der CDU und der AfD war der Tagesordnungspunkt zum weiteren Betrieb und Finanzierung der Energieagentur des Landkreises Bautzen von der Tagesordnung genommen worden. Der Landrat agierte gegen seine eigene Verwaltung und schlug die Absetzung des Antrags vor. Damit verhinderte er eine sachliche Diskussion zu einer Vorlage aus dem Kreisentwicklungsamt. Der Vertrag zwischen dem Landkreis Bautzen und der Technologie- und Gründerzentrum Bautzen GmbH zum Betrieb der Agentur läuft damit am 30. Juni 2023 aus – in etwas mehr als einer Woche.

Die Bautzner Energieagentur ist seit über einem Jahrzehnt akzeptierter Partner der Energiewende im Osten von Sachsen und darüber hinaus. Allein im Jahr 2022 führte die Energieagentur über 200 Beratungen für Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Unternehmen mit geschätzten Investitionen von 2,7 Millionen € durch. Zudem wurde im Jahr 2022 in mehr als zehn Kommunen die Einführung des Kommunalen Energiemanagements initiiert. Dies trägt zur langfristigen Entlastung der kommunalen Haushalte bei. Knapp 1 Million € Fördergelder sind nach Beratungen der Energieagentur 2022 in den Landkreis Bautzen geflossen.

„Die Entscheidung des Kreistags ist rückwärtsgewandt, kontraproduktiv und kurzsichtig. Wir brauchen mehr Institutionen wie die Bautzner Energieagentur, nicht weniger!“, sagt VEE-Präsident Falk Zeuner. „Jetzt sind die Ministerien und vor allem die Sächsische Energieagentur SAENA in der Pflicht. Wir fordern regional verankerte Energieagenturen in den Landkreisen, die mit Expertise in Fragen der Energiewende vor Ort zur Verfügung stehen – ganz in der Art und Weise, wie es die Energieagentur Bautzen bisher gemacht hat.“

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