SPD-Klimaschutzziele müssen aktualisiert werden

24.08.2017 | Gemeinsame Pressemitteilung von 28 NGOs

Offener Brief an Martin Schulz

PDF-Download: Offener Brief an Martin Schulz

Sehr geehrter Herr Schulz,

in den Antworten auf die von 21 Energiewende-Organisationen am 2. Juni 2017 vorgelegten Wahlprüfsteine hat Ihre Partei angegeben, dass bis 2050 nur ein Anteil von 80 bis 95% der Energie aus Erneuerbaren Quellen angestrebt wird. Die bestehenden Ausbaudeckel für Erneuerbare Energien (EE) werden bekräftigt. Ein Termin für den Kohleausstieg, um damit einen entsprechenden Speicherausbau anzureizen, wird nicht genannt.

Das sind Positionen, die das Wirtschaftsministerium, bzw. die schwarz-rote Regierungskoalition vor Jahren festgelegt hat und weiterhin aufrecht erhält. Inzwischen hat sich aber die Welt verändert. Wir werden konfrontiert mit Nachrichten wie

  • Ungewöhnliche Hitze- und Trockenheit im gesamten Mittelmeerraum.
  • Trinkwassernotstand in Italien. Die Wasserentnahme aus dem Reservoir Roms wird um mehr als die Hälfte reduziert.
  • In Griechenland Einrichtung kühlbarer Hallen für Menschen, die es in ihren Wohnungen bei über 30 Grad Nachttemperatur nicht mehr aushalten.
  • Waldbrände nehmen überhand. Wieviel Wasser geht für das Löschen verloren?
  • Welche Auswirkungen auf die Ernte sind von all dem zu erwarten?
  • Und, und…?
  • Im Alpenbereich Unwetter mit Starkregen, Erdrutschen und Todesopfern. Ganze Täler sind tageweise von der Außenwelt abgeschlossen.
  • Die Brandenburgische Ministerin Diana Golze wurde in ihrem Norditalien-Urlaub von einem umstürzenden Baum schwer verletzt.
  • Bilder, wie man sie nur aus Asien kannte, kommen jetzt aus Deutschland: Schlammlawinen, Überflutungen, Unwetter mit Todesopfern sind an der Tagesordnung.
  • Quote der überflutungsgefährdeten Grundstücke in Sachsen-Anhalt von 1,83% im letzten Jahr auf 2,48% erhöht. Damit fallen 16 934 Grundstücke in die höchsten ZÜRS-Gefährdungsklassen 3 und 4 (ZÜRS = Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen). Elementarschadenversicherungen werden teurer – oder sind gar nicht mehr abzuschließen.
  • Hinzu kommen die Meldungen über einen riesigen Eisabbruch in der Antarktis, dessen Auswirkungen noch nicht abzusehen sind.

Wer sich nicht die Augen zuhält, muss feststellen: der Klimawandel hat ein neues Stadium erreicht! Die alten Zielsetzungen für Klimaschutz und Energiewende sind nicht mehr ausreichend! Wenn wir den Klimawandel noch beeinflussen wollen, bevor er ins Stadium rapider Selbstverstärkung eintritt, muss die Energiewende gravierend beschleunigt werden:

  • Statt Ausbaudeckelung müssen Mindestausbauziele festgelegt werden, die erheblich oberhalb der derzeitigen Deckel liegen!
  • Mieterstrom nicht in Feigenblattgröße, sondern als soziale Tat auf breiter Front, womit ein riesiges brach liegendes Dachflächenpotenzial in den Städten zur Energieerzeugung erschlossen würde.
  • Abschaffung der EEG-Umlage auf Eigenverbrauch und Mieterstrom! Die EEG-Umlage wurde geschaffen, um die EE zu fördern, nicht um den Ausbau zu bremsen! Auf der anderen Seite müssen die immer wieder ausgeweiteten Industrieprivilegien überprüft werden.
  • Beseitigung der massiven Chancenungleichheit auf dem Strommarkt durch Abbau der Subventionen für konventionelle Energien und Berücksichtigung der durch die jeweilige Art der Energieerzeugung verursachten externen Kosten im Strompreis, um Kostenwahrheit herzustellen.

Bereits heute bringen die Auswirkungen des Klimawandels, zu denen auch die Migrationsströme – gerade auch aus Afrika – gehören, unser Gemeinwesen an den Rand dessen, was es verkraften kann. Wenn wir nicht erkennen, dass die Energiewende das Projekt Nr. 1 sein muss, wird es zu einem Chaos kommen, das weder technisch noch politisch in irgend einer Weise „beherrscht“ werden kann.

Laut einer kürzlich durchgeführten EMNID-Umfrage haben 71% der Bevölkerung dies erkannt und nennen den Klimawandel als ihre Sorge Nr. 1.

Welchen potentiellen SPD-Wählern glauben Sie einen Gefallen zu tun, wenn Sie gemeinsam mit der CDU der konventionellen Energie eine unabsehbare Fortsetzung ihres Geschäftsmodells ermöglichen? Den Interessen der dort Beschäftigten entspricht das doch nur scheinbar, denn auch sie werden vom Klimawandel betroffen wie alle anderen!

Profilieren Sie sich doch als derjenige, der die Zeichen der Zeit erkennt!

Es ist gut, dass Sie die E-Mobilität verbindlich voran bringen wollen, aber diese nutzt wenig, wenn die E-Autos mit Kohlestrom geladen werden. Wir brauchen erheblich mehr EE! Möglichkeiten der Photovoltaik auf und an Straßen, Schienen, Lärmschutzwänden etc. müssen erschlossen werden! Die schikanösen Genehmigungshindernisse für Windenergie müssen beendet werden. Und vor allem: Wir brauchen eine Speicheroffensive! Fehlende Stromspeicher führen schon jetzt zur sinnlosen Abregelung von Solar- und Windstrom-Spitzen.

Das 100%-Votum als SPD-Vorsitzender und Kanzlerkandidat haben Sie bekommen, weil sich die SPD-Mitglieder erhoffen, dass Sie wieder sozialdemokratische Kernthemen zur Geltung bringen. Und ist denn nicht die ganze E-Wende ein Kind der SPD – von Hermann Scheer gemeinsam mit den Grünen (Hans-Josef Fell) zur Welt gebracht?!

Und erinnern Sie sich doch, wie Gerhard Schröder im Wahljahr 2002 das „Jahrhunderthochwasser“ der Elbe zum Anlass nahm, Klimawandel und E-Wende zum Wahlkampfthema zu machen, und damit die Fortsetzung der rot-grünen Koalition erreichte! Die Argumente, die Ihnen heute zur Verfügung stehen, sind noch viel drastischer!

Und sehen Sie doch auch das immense positive Potential, das mit dem Umbau der Energiewelt verbunden ist, wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch: Lösen Sie die bürokratistischen Bande, mit denen die Menschen daran gehindert werden, die EE kreativ und „autonom“ zu nutzen, wie Hermann Scheer es nannte. Ermöglichen Sie, dass Millionen von “Prosumern” Verantwortung für die Energieerzeugung übernehmen! Ermöglichen Sie die gesellschaftliche Emanzipation, die damit einher geht.

Wagen Sie das höhere Niveau der Demokratie, das damit erreicht wird!

Gerne würden wir all dies in einem persönlichen Gespräch vertiefen und würden uns über einen Terminvorschlag freuen. [...]

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Deutschland im siebten Jahr der Energiewende – Wo steht Sachsen? | Hans-Jürgen Schlegel

Mittwoch, 23. August 2017 - 09:03
VEE Sachsen e.V.

Mitschnitt des Fachvortrages „Deutschland im siebten Jahr der Energiewende – Wo steht Sachsen?“ von Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Schlegel, Referent Klimaschutz a. D., zur VEE Sachsen e.V. Jahrestagung 2017 am 10. März 2017 in der Gläsernen Manufaktur.

Seine zentrale Botschaft:

2035 muss entgültig Schluss sein mit der Kohleverstromung! Das ist der letzte Termin.

Die Jahrestagung der VEE Sachsen e.V. am 10. März 2017 in der Gläsernen Manufaktur stand unter der Überschrift „Phase 2 der Energiewende - Erneuerbare Energien & Elektromobilität in Sachsen“. [...]

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"Elektromobilität im Autohaus: Erfahrungsbericht zwischen Fahrzeugtechnik, Strommanagement und neuen Mobilitätsgewohnheiten" | Philipp Trommer (Autoservice Demmler) | VEE Sachsen e.V. Jahrestagung 2017

Mittwoch, 16. August 2017 - 11:16
VEE Sachsen e.V.

Mitschnitt des Fachvortrages "Elektromobilität im Autohaus: Erfahrungsbericht zwischen Fahrzeugtechnik, Strommanagement und neuen Mobilitätsgewohnheiten" von Herrn Philipp Trommer vom Autoservice Demmler auf der VEE Sachsen e.V. Jahrestagung 2017 am 10. März 2017.

Seine zentrale Botchaft:

"Kaufe Deine Mobilität!"

Die Jahrestagung der VEE Sachsen e.V. am 10. März 2017 in der Gläsernen Manufaktur stand unter der Überschrift „Phase 2 der Energiewende - Erneuerbare Energien & Elektromobilität in Sachsen“. [...]

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Energiepolitische Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl: Was treibt uns morgen an? Quo vadis, Energiewende?

Dienstag, 18. Juli 2017 - 16:38
VEE Sachsen e.V.

Politikerinnen und Politiker im Wahlgespräch zur Bundestagswahl

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Energiepolitische Podiumsdiskussion

Donnerstag, 31. August 2017,
19:30 Uhr (Einlass: 19:00 Uhr)

Eintritt: frei!

Dreikönigskirche Dresden

Hauptstraße 23, 01097 Dresden

 

Wie geht es weiter mit der Energiewende? Wir diskutieren mit Politikerinnen und Politikern über unsere Vorschläge zur Bundestagswahl.

Mit der Bundestagswahl am 24. September 2017 werden die Weichen für die Energiepolitik und den Klimaschutz neu gestellt. Mit welchen Ideen wollen die Parteien die Energiewende in den nächsten Jahren voranbringen? Und wie wollen die Parteien die Klimaziele erreichen? Das wollen wir gemeinsam mit Ihnen und den Kandidatinnen und Kandidaten aus Sachsen diskutieren.

Wir laden Sie ein, sich einen Überblick über die Positionen der Parteien zu verschaffen. Nachdem wir unsere Vorschläge vorgestellt haben, lassen wir Politikerinnen und Politiker im Rahmen einer Podiumsdiskussion hierzu Stellung nehmen. Wir wollen damit alle Bürgerinnen und Bürger unterstützen, am 24. September 2017 zur Bundestagswahl die richtige Wahlentscheidung zu treffen!

  • Wie können wir unsere Klimaziele erreichen und die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius beschränken?
  • Wie können wir die Wärme- und Verkehrswende voranbringen?
  • Wie lässt sich die Energiewende gerecht finanzieren?
  • Und wie gewährleisten wir weiterhin eine hohe Versorgungssicherheit?

Wir laden Sie herzlich ein, sich über den Stand der Energiewende in Sachsen und Deutschland zu informieren und Ihre Frage rund um die Erneuerbaren Energien und den Klimaschutz zu stellen.

Zugesagt haben:

  • CDU/CSU → Georg-Ludwig von Breitenbuch (Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Sächsischen Landtag)
  • SPDJörg Vieweg (Mitglied des Sächsischen Landtages, u.a. Sprecher für Mittelstandspolitik, Handwerk und Energiepolitik)
  • FDP Dr. Jürgen Martens (Stellvertretender Landesvorsitzender, Direktkandidat im Wahlkreis 165 - Zwickau, Listenplatz 2 der FDP-Landesliste)
  • Bündnis 90/Die GrünenDr. Gerd Lippold (Mitglied des Sächsischen Landtages, u.a. Sprecher für Energiepolitik und Klimapolitik, Direktkandidat im Wahlkreis 154 - Leipzig Land)
  • Die LinkeMarco Böhme (Mitglied des Sächsischen Landtages, Stellvertretender Fraktionvorsitzender, Sprecher für Klimaschutz, Energie und Mobilität)

Veranstalter:

Die Veranstaltung findet in Kooperation verschiedener Verbände, welche sich seit Jahren für den Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland bzw. Sachsen stark machen, statt:

 

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Links

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Elektrobildungs- und Technologiezentrum e. V. (EBZ)

Dienstag, 18. Juli 2017 - 10:26
VEE Sachsen e.V.

Wir freuen uns, das Elektrobildungs- und Technologiezentrum e. V. (EBZ) mit seinen Standorten in Dresden, Bautzen und Erfurt als Neu-Mitglied in unserem Verband begrüßen zu dürfen.

Das EBZ ist als Zentrum für Schulung, Beratung und aktuellen Wissens- und Technologietransfer in Mitteldeutschland etabliert und über das Elektrotechnische Kompetenznetzwerk ELKOnet bundesweit anerkannt. Es setzt auf Bildung, Kooperation und Service.

Durch Engagement für berufliche Bildung und Zukunftsfähigkeit unterstützen wir den Klimaschutz

EBZ_Gebaude_0.jpgDas Angebot reicht von der Berufs- und Studienorientierung über die Berufsausbildung mit einem breiten Angebot an Zusatzqualifizierungen, die anerkannte Weiterbildung von Facharbeitern, die Aufstiegsfortbildung von Industrie- und Handwerksmeistern bis hin zum berufsbegleitenden Bachelor-Studium für Meister und Techniker in den für die Energiewende zentralen Technologiefeldern Elektrotechnik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie intelligenten Energietechniken.

Seit der Gründung der Bildungsstätte im Oktober 1991 wurden darüber hinaus erfolgreich Aus- und Weiterbildungsprojekte mit Partnern von regionalen Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen des Handwerks und der gewerblichen Wirtschaft, beruflichen Bildungseinrichtungen und energiepolitischen Akteuren durchgeführt.

Copyright_media project creative network GmbH_0.pngSeit vielen Jahren beschäftigt sich das EBZ auch mit der Nutzung Erneuerbarer Energien, beschreiben Anlagen und Einzelkomponenten und vermitteln Konzepte (Strom, Wärme, Mobilität) zur sinnvollen Integration in dezentrale Energieversorgungsstrukturen. Die Weiterentwicklung des EBZ zum Kompetenzzentrum (Komzet) für Energiegewinnungstechnik und Hochspannungstechnik (Anerkennung nach BMWi und BAFA in 2010) und Komzet für Energiemanagement und Energieeffizienz (Anerkennung nach BMWi und BAFA in 2016) spiegeln das Engagement des EBZ auf diesem Gebiet wider und bürgt für die hohe Qualität der angebotenen Bildungsdienstleistungen.

Im aktuellen Entwicklungsprojekt zum Kompetenzzentrum für „Intelligente Energiewirtschaft – Intelligente Netze – Prosumer-Netzwerke“ unterstützt das EBZ Fach- und Führungskräfte bei der Umsetzung der Energiewende mit industrie- und handwerksnahen Konzepten, um entsprechend gut qualifizierte Arbeitskräfte auf die sehr komplexen Anforderungen einer modernen Energiewirtschaft vorzubereiten. Ziel der Arbeit ist es dabei auch, zu demonstrieren, dass sogenannte Prosumer-Netzwerke (= kombinierte Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen, die Energie gleichzeitig produzieren und verbrauchen) über das gesamte Jahr gesehen mehr Energie aus erneuerbaren Energien selbst erzeugen können als aus dem öffentlichen Netz bezogen werden muss. Das EBZ will damit auch zeigen, dass 100% Strom aus Erneuerbaren Energien zukünftig möglich sind.

100% Strom aus Erneuerbaren Energien - Wir freuen uns, diesen Weg nun gemeinsam zu gehen.

Copyright_EBZ_0.JPGAktuelle Kursangebote des Elektrobildungs- und Technologiezentrum e. V. (EBZ) sind:

  • Grundlagenmodul Elektromobilität 07.-08.11.17 (16 UStd.)
  • Planung und Installation von Ladesäulen (AC) 09.-10.11.17 (16 UStd.)
  • Abschluss als branchenweit anerkannte/r Spezialist/in für Ladeinfrastruktursysteme (ELKOnet)
  • Qualifizierung zum E-Mobilität Fachbetrieb 23.-24.11.2017 (16 UStd.)
  • Berater/in für Elektromobilität (HWK) 18.09.17-19.01.18 (ca. 200 UStd.)
  • Grundlagen der Stromspeicherung 24.08.17 (8 UStd.)
  • Stationäre Batteriespeichersysteme 25./26.08.17 (16 UStd.)
  • Fachwirt/in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (HWK) 20.10.17-30.11.18 (ca. 300 UStd.)

Für eine Übersicht über alle Kursangebote des EBZ können Sie den Seminarfinder auf der Homepage benutzen.

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„Windstrom, der von Norden in den Süden muss“ – Märchen über und Propaganda gegen die Energiewende

Freitag, 14. Juli 2017 - 14:50
VEE Sachsen e.V.

Eurosolar_CMYK_1.jpgBonn, 12.07.2017 – Pressemitteilung des EUROSOLAR e.V.

Zu der Berichterstattung über die Meldung, dass das Bundesamt für Strahlenschutz die gesundheitlichen Folgen der Strahlung von Stromtrassen überprüft, erklärt der Vizepräsident von EUROSOLAR, Stephan Grüger MdL:

„Gestern hat die Propaganda gegen die Energiewende wieder einmal ein unerträgliches Maß angenommen. Die Meldung, dass das Bundesamt für Strahlenschutz die gesundheitlichen Folgen der Strahlung von Stromtrassen überprüft, wurde von den Medien wieder einmal zum Anlass genommen, Märchen über die Energiewende zu verbreiten. So wurde die Studie mit dem angeblich durch die Energiewende notwendigen massiven Netzausbau begründet. Andere Medien verbreiteten wieder das Märchen vom "Windstrom aus dem Norden" der angeblich "in den Süden" müsse.

Warum sind sich auch sogenannte Qualitätsmedien nicht zu schade, ohne jede Gegenrecherche die Propaganda von dem angeblich wegen der Energiewende nötigen Netzausbau und vom vermeitlichen Windstromüberschuss "im Norden" weiterzuverbreiten?

Im energiewirtschaftlichen Norden Deutschlands, also nördlich der Linie Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen, gibt es gemessen am Stromverbrauch KEINEN Windstromüberschuss, auch nicht mit den aktuell geplanten Ausbauzielen für Offshore-Windkraft (Seatec). Es gibt damit also auch keine Notwendigkeit, Windstrom in den Süden Deutschlands zu bringen. Jeder kann das ganz einfach mit einem spitzen Bleistift auf einem Blatt Papier selbst nachrechnen, dafür braucht man nicht Ingenieur oder Naturwissenschaftler zu sein.

Wenn allerdings die vielen Kohle- und Braunkohlekraftwerke im Norden Deutschlands weiterlaufen sollen, gibt es einen Kohlestromüberschuss im Norden Deutschlands. Wenn dieser Kohlestrom den wegfallenden Atomstrom im Süden Deutschland ersetzen soll, sollte dies von denen, die das so seit Jahren planen, endlich auch einmal offen ausgesprochen werden. Es ist aber perfide, ja geradezu pervers, der Energiewende diese Kohlestrategie in die Schuhe zu schieben. Das Ziel der Energiewende ist aber 100 % Erneuerbare Energien innerhalb einer Generation – also auch die Abschaltung aller Braun- und Steinkohlekraftwerke und damit die Eliminierung des Stromüberschusses im Norden Deutschlands. Daher ist der geplante massive Netzausbau völlig überzogen und NICHT in der Energiewende begründet. Dies gilt auch für die Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz.“

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Energiewende 2030: The Big Picture

Freitag, 14. Juli 2017 - 11:23
VEE Sachsen e.V.

Die VEE-Jahrestagung 2017 trug den Titel "Phase 2 der Energiewende - Erneuerbare Energien & Elektromobilität in Sachsen“. Mit der Frage, was diese 2. Phase der Energiewende kennzeichnet, setzte sich unter anderem Dr. Gerd Rosenkranz von der Agora Energiewende auseinander. Ein Video-Mitschnitt seines Vortrages haben wir hier online gestellt. 

Zum 15.06.2017 hatte die Agora Energiewende nach Berlin eingeladen, um Megatrends, Ziele und Strategien und eine 10-Punkte-Agenda für die zweite Phase der Energiewende zu diskutieren. Nachfolgend der Video-Mitschnitt der Veranstaltung:


Weitere Informationen, wie die Möglichkeit zum Download der Vortragsfolien, findet sich auf der Veranstaltungsseite der Agora Energiewende.
 

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