Volles Haus für die Energiewende: Informationen zur Bürgerenergie in Nordsachsen

8. Februar 2026
(v.r.n.l. Olaf Straub, Andre Richter, Irene Neumann, Kristina Wittig und Gritje Inserra)

Der Saal im Doberschützer Lindercafé war bis auf den letzten Platz besetzt: Über 60 Interessierte kamen am Donnerstag, den 4. Februar 2026, zusammen, um unter dem Motto „Unsere Energie, unsere Entscheidung: Bürgerenergie für Nordsachsen“ die Weichen für die lokale Energiezukunft zu stellen.

Hinter der Initiative steht ein engagiertes Team aus Doberschütz: Gritje Inserra, Olaf Straub, Andre Richter, Jens Barthel, Andreas Tolkendorf, Ines und Jörg Hesse, die die Energiewende in ihrer Heimat nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten wollen. (Foto: v.r.n.l. Olaf Straub, Andre Richter, Irene Neumann, Kristina Wittig und Gritje Inserra)

Einblick in die Theorie und Praxis

Nachdem der Bürgermeister von Doberschütz, Andreas Mählmann, die Erschienenen begrüßt hatte, machte Irene Neumann vom Bündnis Bürgerenergie e. V. den Auftakt. Mit einem fundierten Überblick über die bundesweite Situation zeigte sie auf, was die Akteure in ganz Deutschland antreibt und welche vielfältigen Geschäftsfelder bereits heute möglich sind. Dabei scheute sie auch den Blick in die komplexen Regeln des Energiemarktes nicht und formulierte die klare Hoffnung auf ein baldiges, zielführendes „Energy Sharing“.

Wie sich solche Visionen in die Tat umsetzen lassen, schilderte Kristina Wittig, Mitgründerin und Vorständin der WirMachenEnergie eG aus Mittelsachsen. Sie teilte wertvolle Praxiserfahrungen aus der Gründungsphase und der täglichen Projektarbeit – ein greifbarer Einblick, der zeigte: Bürgerenergie in Sachsen ist keine Theorie, sondern machbare Realität.

Von der Balkon-Solaranlage bis zum Windrad

Olaf Straub konkretisierte anschließend die Vision der Initiatoren. Sein Kernanliegen: Die Hürden für die „kleine“ Energiewende senken. Das beginnt beim unkomplizierten Aufbau von Balkonkraftwerken und reicht über die Versorgung kommunaler Gebäude mit regionaler Wärme und Strom bis hin zur echten finanziellen Beteiligung der Bürger an Freiflächen-PV-Anlagen oder einem Windrad.

So geht es weiter: Workshop im März

Die Atmosphäre im Raum war geprägt von Neugier und spürbarer Aufbruchstimmung. Mit vielen frischen Impulsen im Gepäck traten die Gäste den Heimweg an – doch die Arbeit geht jetzt erst richtig los:

Terminhinweis: Am Donnerstag, den 12. März 2026, findet am selben Ort ein vertiefender Workshop statt. Hier geht es ans Eingemachte: Rechtliche Fragen, das Gründungsprozedere, die Gestaltung der Satzung und konkrete Geschäftsmodelle stehen auf der Agenda.

Anmeldung und/oder Rückfragen an: 

nordsachsen@buergerenergie-sachsen.de

Das Interesse am Workshop ist groß – die ersten Anmeldungen und Anfragen sind bereits eingegangen. 

Unterstützt wird die Initiative von der VEE Sachsen e.V., die beide Veranstaltungen im Rahmen ihres Projektes „Bürgerenergiegemeinschaften fördern und stärken“ planerisch und organisatorisch begleitet. Das Projekt „Bürgerenergiegemeinschaften fördern und stärken“ wird als Maßnahme mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

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