Stellungnahmen und Pressemitteilungen

Zukunft der Energieversorgung nicht zur Nebensache machen! VEE fordert Erhalt einer eigenständigen Sächsischen Energieagentur

Pressemitteilung 01/2026 
vom 25. Februar 2026

Die Existenz der Sächsischen Energieagentur SAENA steht zur Disposition. Sie soll mit anderen, thematisch nicht verwandten Agenturen des Freistaats zu einer sogenannten Zukunftsagentur verschmolzen werden. 

Die VEE Sachsen positioniert sich klar dagegen: Das so elementar wichtige Thema einer sauberen, sicheren und bezahlbaren Energieversorgung darf nicht zur Nebensache werden.

Die Verschmelzung der SAENA mit einem Potpourri unterschiedlicher Themen wie Wirtschaftsförderung wirft mehrere Fragen auf ... [mehr]
 

Replik zum BLS-Aufruf an die Oberbürgermeister und Stadträte im Freistaat Sachsen, einen sofortigen Genehmigungsstopp für Windenergieanlagen (Moratorium) zu beschließen

Wir haben uns mit einem öffentlichen Schreiben des Bundesverbands Landschaftsschutz (BLS), welches Anfang Dezember 2025 an alle Oberbürgermeister und Stadträte im Freistaat Sachsen verschickt wurde, beschäftigt. Die darin enthaltenen Forderungen entbehren jeglicher wissenschaftlichen Grundlage, würden unserer sächsischen Wirtschaft schaden und sind künstlich aufgeblasen. 

Zur Klarstellung haben wir eine Stellungnahme zu den zentralen Behauptung erarbeitet und ebenfalls an alle Stadt- und Kreisräte übermittelt. Hier finden Sie unsere Replik.

VEE-Positionspapier: Erneuerbare Energien und Waldnutzung in Sachsen

Ein VEE-Positionspapier zur Frage der Erneuerbare Energien und Waldnutzung in Sachsen. Der Wald ist insbesondere vom fortschreitenden Klimawandel bedroht. Längere Trockenperioden, Hitzewellen, Sturmereignisse und die massive Ausbreitung von Schädlingen setzen insbesondere Fichtenwälder stark unter Druck. Ganze Waldgebiete verlieren ihre ökologische Funktion, ihre Schutzwirkung und ihre wirtschaftliche Nutzbarkeit. Gerade vor diesem Hintergrund leistet der zügige Ausbau erneuerbarer Energien einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Schutz des Waldes selbst. Dabei muss der Ausbau naturverträglich erfolgen. 

Kretschmers Russland-Energiepolitik: Risiken für Deutschland und Sachsen

Die bundesdeutsche Energiepolitik der letzten Jahrzehnte war geprägt von einem Axiom, das retrospektiv als eine der gravierendsten strategischen Fehleinschätzungen der Nachkriegsgeschichte bewertet werden muss: die Annahme, dass eine tiefe wirtschaftliche Verflechtung mit der Russischen Föderation, insbesondere im Energiesektor, nicht nur ökonomische Vorteile durch günstige Importpreise garantiere, sondern auch als friedenssicherndes Instrument („Wandel durch Handel“) fungiere. Diese Doktrin, die ihren Ursprung in der Ostpolitik der 1970er Jahre hatte und im Bau der Nord-Stream-Pipelines gipfelte, kollabierte faktisch am 24. Februar 2022 mit dem Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine. Die Bundesrepublik sah sich gezwungen, in einer bis dato beispiellosen Geschwindigkeit ihre Energieversorgung zu diversifizieren, um die als Waffe eingesetzte Abhängigkeit von russischem Gas zu überwinden.

In diesem Kontext wirken die politischen Interventionen des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) wie ein Anachronismus, der nicht nur die geopolitischen Realitäten der Gegenwart negiert, sondern aktiv eine Restauration jener Abhängigkeitsverhältnisse fordert, die Deutschland erst in die Krise des Jahres 2022 geführt haben. Kretschmers Postulat, nach einem hypothetischen Waffenstillstand unverzüglich zur Abnahme russischer Rohstoffe zurückzukehren, stellt nicht nur eine moralische Bankrotterklärung gegenüber den europäischen Partnern dar, sondern – und dies ist der Fokus dieser Analyse – eine fundamentale Gefährdung der zukunftsorientierten Wirtschaftsstruktur Deutschlands und insbesondere des Freistaates Sachsen.

EU-Klimapolitik in der Zerreißprobe: Die fatalen Folgen einer Abschwächung des Emissionshandels

Die Europäische Union steht Ende 2025 davor, ihr zentrales klimapolitisches Steuerungsinstrument, das Europäische Emissionshandelssystem (EU-ETS), in einer entscheidenden Transformationsphase zu sabotieren. Aktuelle politische Manöver zielen darauf ab, sowohl das bestehende System für die Industrie (ETS 1) aufzuweichen als auch den Start des neuen Systems für Gebäude und Verkehr (ETS 2) zu verzögern. Diese Bestrebungen untergraben nicht nur frontal die Erreichbarkeit der verbindlichen "Fit for 55"-Klimaziele, sondern – und das ist die zentrale ökonomische Ironie – schaden primär der europäischen Industrie selbst. Sie erzeugen eine massive Investitions- und Planungsunsicherheit und bedrohen die globale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Zukunftsindustrien.

Energiepolitische Debatte in Sachsen – Ein kritisch-analytischer Bericht

Die energiepolitische Debatte in Sachsen im Herbst 2025 zeigt exemplarisch den Konflikt zwischen bremsender und beschleunigender Klimaagenda. Michael Kretschmer hat mit seinen Äußerungen gegen die Klimaneutralität 2045 und seinen Vorstößen zur Aufweichung der Windkraft-Ziele deutlich Position bezogen – doch diese Position hält einer faktenbasierten Analyse nicht stand. Weder die Wissenschaft noch die Wirtschaft unterstützen ein Absenken der Ambitionen. Im Gegenteil: Die Stimmen der Expertengremien, Umweltverbände und Industrievertreter laufen darauf hinaus, dass mehr und verlässlicherer Klimaschutz nötig ist, nicht weniger. 

Sachsen steht energiepolitisch vor großen Herausforderungen, vor allem beim Windkraftausbau, und ein „Weiter so“ oder Verzögern würde die Probleme verschärfen. Die Machbarkeit der Klimaneutralität bis 2045 ist durch Studien belegt und technologisch in Reichweite – politische Führung besteht nun darin, die vorhandenen Lösungen konsequent umzusetzen, nicht mutlos die Ziele zu kassieren.

Kretschmers Positionen mögen kurzzeitig politisch opportun erscheinen (vielleicht um Ängste in der Bevölkerung oder Industrie zu adressieren), doch sachlich erweisen sie sich als Rückschritt

Keine Aufweichung der Windenergie-Flächenziele! VEE fordert erneut Task Force Wind für koordinierten Windkraft-Ausbau

VEE Sachsen e.V.
Pressemitteilung 02/2025 vom 8. Oktober 2025

Die ostdeutschen Ministerpräsidenten wollen den politischen Konsens zur Klimaneutralität zugunsten fossiler Energieträger aufweichen. Gleichzeitig zeigen neueste Forschungen, dass sich der menschengemachte Klimawandel drastisch beschleunigt. Erneuerbaren-Branchenvertreter bieten nun erneut einen lösungsorientierten runden Tisch für Sachsen an: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt!“
 

Teilfortschreibung Erneuerbare Energien zum Regionalplan Leipzig-Westsachsen

Wir haben heute unsere Stellungnahme zur Teilfortschreibung Erneuerbare Energien des Regionalplans Leipzig-Westsachsen abgegeben. Wir befürworten grundsätzlich die Ausweisung von 2% der Regionsfläche für die Windenergienutzung. An einigen Stellen gibt es noch Überarbeitungsbedarf. Wir kritisieren die unbestimmte Formulierung des Grundsatzes zur Windenergienutzung und fordert eine Anpassung, um eine unzulässige Einschränkung der kommunalen Planungshoheit zu vermeiden. Wir fordern weiter die Streichung der Zielbestimmung, die Gebiete für Windenergienutzung ausschließt, da dies eine unzulässige Verhinderungsplanung darstelle. Auch Zielbestimmungen bezüglich Photovoltaik-Freiflächenanlagen werden kritisiert und eine Streichung bzw. Überarbeitung gefordert, da diese die kommunale Planungshoheit unnötig einschränken und nicht zielführend sind.

Hindernisse beim Windenergieausbau in Sachsen

Der Ausbau der Windenergie in Sachsen kommt weiterhin nur schleppend voran – die aktuelle Situation bleibt unbefriedigend und wird dem Potenzial der Region bei Weitem nicht gerecht. 

Die VEE Sachsen e.V. hat sich intensiv mit den bestehenden Hürden auseinandergesetzt, sie klar benannt und konstruktive Lösungsansätze entwickelt. Mit dem Positionspapier legt die VEE offen, welche strukturellen, politischen und planerischen Hemmnisse den Fortschritt bremsen – und wie durch gezielte Maßnahmen der Knoten gelöst werden kann. Denn eines ist sicher: Ohne einen beherzten Ausbau der Windkraft bleibt die Energiewende in Sachsen ein unerfülltes Versprechen und gefährdet so unseren Wohlstand.