Allgemein

Zuwachs für die Geschäftsstelle der VEE Sachsen e.V.

24. November 2016

oebfd-logo.pngSeit Mitte November ist Frau Annegret Knothe bei der VEE Sachsen e.V. im Zuge des Ökologischen Bundesfreiwilligendienstes (ÖBFD) tätig.

Sie unterstützt den Geschäftsstellenleiter Herrn Andreas W. Poldrack im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, bei der Konzeption und Umsetzung themenspezifischer Veranstaltungen sowie beim Aufbau und der Pflege des Netzwerkes. Ebenso ist sie für Recherchetätigkeiten und der Erstellung fachspezifischer Artikel und Studien zuständig.

Die an der TU Dresden studierte Diplomingenieurin für Abfallwirtschaft und Altlasten sammelte bisher im Landesamt für Umwelt des Landes Brandenburg erste Berufserfahrungen und lernt nun bei der VEE Sachsen e.V. die Vereinsarbeit im Bereich der Erneuerbaren Energien kennen.

Die gemeinnützige Tätigkeit der VEE Sachsen e.V. bezüglich der Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien stellt für Frau Knothe ein wichtiges und notwendiges Handeln zur Unterstützung und Förderung des Umweltschutzes dar, der sie sich engagiert widmen wird.

Zum Hintergrund: Beim Ökologischen Bundesfreiwilligendienst arbeiten die Teilnehmer/innen in gemeinwohlorientierten Einsatzstellen hauptsächlich in den Bereichen des Umwelt- und Naturschutzes. Der Bundesfreiwilligendienst ist dabei eine gute Möglichkeit, Arbeitserfahrung in verschiedenen Bereichen zu sammeln und sich gleichzeitig sozial, kulturell oder ökologisch für das Allgemeinwohl einzusetzen.

Sächsische Energiewende: Wann startet der Ausbau-Turbo?

1. Dezember 2023

Das Energie- und Klimaprogramm 2021 (EKP) sieht bis 2024 einen Zubau insbesondere bei Wind & Solar von zusammen 4 GWh vor. Wie stehen wir ein Jahr vor diesem Ziel? Ist der Ausbau-Turbo im Gange? Und wenn nicht, wann zündet dieser? In unserem Livestream hat Hans-Jürgen Schlegel in bewährter Art und Weise dazu berichtet. Im Anschluss konnten Zuschauer per Chat & Slido ihre Fragen und Anmerkungen in die Diskussion einbringen.

Energiewende im Lichte von Ausbau und Akzeptanz - Sächsisches Klimagespräch - Freitag, 14. Juli 2023, 11 Uhr

30. Juni 2023

Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in Sachsen erfordert sowohl den Ausbau der Erneuerbaren Energien als auch einen beschleunigten Netzausbau. Beides kommt nur schleppend voran. Bürgerproteste erschweren den Ausbau zusätzlich. Sachsen läuft dadurch nicht nur Gefahr, seine Klimaschutzziele zu verpassen, auch die sächsische Industrie ist dringend auf den "grünen Strom" angewiesen. Bei den Sächsischen Klimagesprächen gehen wir in den Dialog mit beteiligten Akteuren.

In unserem Livestream werden wir die Frage vertiefen, welche Möglichkeiten im Umgang mit den Bürgerprostesten bestehen.

Unsere Studiogäste werden sein:

  • Dr. Elisabeth Jüschke, Leiterin Projektentwicklung Wind bei der JUWI GmbH
  • Steffen Zerge, Leiter Netzregion Südsachsen bei MITNETZ STROM
  • Dirk Neubauer, Landrat des Landkreises Mittelsachsen
  • Prof. Dr. Gernot Barth, Leiter IKOME | Steinbeis Mediation, Wirtschaftsmediator, Professor für Konfliktmanagement und Mediation an der Fakultät für Business & Economics der Steinbeis-Hochschule

Auf Impulsvorträge folgt ein offener fachlicher Austausch untereinander und mit den Zuschauern des Livestreams: Sie können per Chat & Slido ihre Fragen und Anmerkungen in die Diskussion einbringen.

Folgen Sie hier dem Live-Stream:

❗ https://www.vee-sachsen.de/live

 

Bürgerenergie in Sachsen - Freitag, 5. Mai 2023, 15 Uhr - Sächsisches Klimagespräch

25. April 2023

Bürgerenergie steht für eine Energiewende hin zu den Erneuerbaren, welche auf dezentralen Strukturen basiert und in den Händen der Bürger vor Ort liegt. Die Akteure der Bürgerenergie gestalten selbstbestimmt und selbstwirksam die dezentrale Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien mit und nehmen daran teil und partizipieren davon. Eine Dominanz durch Banken, Großunternehmen oder politische Einflüsse soll dabei vermieden werden.​

Innovationen aus Sachsen: Bürgerenergiegenossenschaft macht aus Windkraft und Biogas Wasserstoff und grünes Gas - Antrieb für die Verkehrswende in Mittelsachsen

18. Mai 2022

Die Mittelsächsische Bürgerenergiegenossenschaft eG vereint Bürger, die die Energiewende vor Ort unterstützen wollen. Mithilfe ihres Bürgerenergieprojekts will sie grünen Wasserstoff herstellen und regional sinnvoll verwerten.

Die Energiewende in Sachsen stockt – aber dennoch gibt es Unternehmen und Initiativen von hier, die den Ausbau der Erneuerbaren Energien und innovative Energiekonzepte in Deutschland und Europa vorantreiben. Hier stellen wir sie vor.

Die Idee reifte schon lange. Bereits vor fünf, sechs Jahren sinnierten Jan Gumpert von der Agraset-Agrargenossenschaft eG Naundorf und Frank Bündig mit seiner Energieanlagen GmbH darüber, wie man die Landmaschinen der Agraset weg vom Diesel bringen könnte. Schließlich standen damals schon mehrere Windenergie-Anlagen direkt neben dem Landwirtschaftsbetrieb. Könnte man da nicht was in Richtung Wasserstoff und grüne Gase aus Windenergie und Biogas machen …?

Als dann der Landrat auf die Clean Vehicles Directive der Europäischen Union aufmerksam machte, die Verkehrsunternehmen zukünftig dazu verpflichtet, in nachhaltige und energieeffiziente Straßenfahrzeuge zu investieren, kam eines zum anderen. Denn nun hatte auch das benachbarte Verkehrsunternehmen RegioBus plötzlich Interesse an alternativen Antrieben.

Und so ging es los. Die Mittelsächsische Bürgerenergiegenossenschaft eG (MSE) wurde im Juni 2020 gegründet. Ihren Sitz hat die Genossenschaft im mittelsächsischen Erlau bei Mittweida. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, mittels nachhaltiger Energiekonzepte die regionale Vielfalt zu erhalten. Die Genossenschaft möchte Bürgerinnen und Bürger vereinen, die bereit sind, die Energiewende voranzutreiben und sich finanziell beteiligen möchten.

Als starke regional verankerte Partner sind die Agraset-Agrargenossenschaft eG Naundorf, die Energieanlagen Frank Bündig GmbH, die seit 2021 zur Sachsenenergie AG gehört, die Volksband Mittweida eG und die Regiobus GmbH Mittelsachsen mit an Bord. Ihr Ziel: Der Aufbau und Betrieb einer lokal regenerativen Energieversorgung. Die Genossenschaftsmitglieder werden zudem an den Einnahmen der Energieprojekte finanziell beteiligt.

Das Bürgerenergieprojekt: Strom, Biogas und Wasserstoff

Im Bürgerenergieprojekt steht die Stromproduktion aus den erneuerbaren Energien Windkraft und Biogas im Fokus. Der grüne Strom aus Windkraft soll die Wasserelektrolyse und damit die Produktion von grünem Wasserstoff speisen. Dieser Wasserstoff wird wiederum direkt vor Ort eingesetzt: im regionalen Busverkehr, für Landmaschinen und Traktoren. Außerdem soll es eine öffentliche H2-Tankstelle geben, an der auch Autos Wasserstoff tanken können. Da die RegioBus für den Innerstädtischen Verkehr auch über batteriebetriebene Busse nachdenkt, soll der Strom aus Wind und Biogas auch zum Aufladen dieser Fahrzeuge genutzt werden. Überschüssiger Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Zusätzlich zur Wasserstoffproduktion will die Genossenschaft Photovoltaikanlagen auf Dachflächen von kommunalen Kindergärten, Schulen und Sportstätten installieren. Sie sollen die dort erzeugten Grünstrom unmittelbar und preiswert zur Verfügung stellen. Zudem bietet die Genossenschaft Unterstützung beim Umstieg von fossilen auf erneuerbare Brennstoffe an. Hier liefern sie z.B. regional erzeugte Holzhackschnitzel für Heizungen. [mehr]