Dr. Wolfgang Daniels, Präsident der VEE Sachsen e.V., eröffnet die VEE-Jahrestagung mit mahnenden Worten zum Stand der Energiewende in Sachsen. Sein Fazit:
„Wir können damit konstatieren, dass es in Sachsen wirklich einen Stillstand gibt.“
Er fordert die Politik auf, den Worten Taten folgen zu lassen. Und - obwohl dies selbstverständlich sein sollte - stellt er noch einmal klar:
"Wir wollen keinen Strom für Elektroautos aus Kohlestrom, sondern wir wollen den Strom aus Erneuerbaren Energien, sonst ist die Sache auch nicht rund!"
Im Anschluss das Grußwort von Staatssekretär Stefan Brangs zur VEE-Jahrestagung 2017. Er positioniert sich klar für einen weiteren - dringen notwendigen - Ausbau der Erneuerbaren Energien in Sachsen:
„Die größte Herausforderung [in Sachsen] ist gewiss die ausstehende Überarbeitung des Energie- und Klimaprogrammes, ohne Frage. Es gibt dazu einen klaren Koalitionsauftrag, an den halte ich mich auch. Und ich kann an dieser Stelle nur so viel verraten: wir sind innerhalb der Staatsregierung auf einem guten Weg, dass wir eine Lösung finden werden, wie wir mit diesem doch schwierigen Thema auf Grundlage des Koalitionsvertrages umgehen können. Aber auch ein klares Wort: Natürlich ist es so, dass ich unzufrieden bin mit dem schleppenden Ausbau der Windenergie in Sachsen. Ich persönlich könnte mir da wesentlich mehr vorstellen.“
Die Jahrestagung der VEE Sachsen e.V. am 10. März 2017 in der Gläsernen Manufaktur stand unter der Überschrift „Phase 2 der Energiewende - Erneuerbare Energien & Elektromobilität in Sachsen“.
Die Ergebnisse des ersten Ausschreibungsverfahren für Windenergieanlagen an Land wurden heute bekannt gegeben. Das EEG 2017 führte die wettbewerbliche Ermittlung der Vergütungshöhe für Windenergieanlagen an Land mit einer Leistung von mehr als 750 Kilowatt (kW) durch Teilnahme an Ausschreibungen zur Ermittlung der Förderhöhe verpflichtend ein. Im Jahr 2017 werden insgesamt drei Gebotsrunden durchgeführt.
Im ersten Gebotstermin zum 1. Mai 2017 wurden insgesamt 800 MW ausgeschrieben.
Die Zuschläge aus diesem ersten Gebotstermin hat die Bundesnetzagentur jetzt öffentlich Bekannt gegeben, siehe hier.
Das maximal zulässige Zuschlagsvolumen im Netzausbaugebiet wurde erreicht.
Der niedrigste Gebotswert eines Gebotes, das einen Zuschlag erhielt beträgt 4,20 ct/kWh.
Das Gebot mit dem höchsten Zuschlagswert liegt bei 5,78 ct/kWh.
Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert beträgt 5,71 ct/kWh.
Nach Mitteilung des BMWI gingen auf insgesamt 800 MW Ausschreibungsvolumen 256 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 2.137 Megawatt ein.
Die Ausschreibung war damit zweieinhalbfach überzeichnet.
Von den 70 im Bieterverfahren erfolgreichen Projekten entfielen 65 Projekte auf Bürgerenergiegesellschaften und 5 Projekte auf sonstige Akteure. Zwei Drittel aller Gebote wurden von Bürgerenergiegesellschaften eingereicht.
Mitschnitt des Fachvortrages "Die Phase 2: Stand und Perspektiven der Energiewende" von Dr. Gerd Rosenkranz, Agora Energiewende, zur VEE-Jahrestagung 2017.
Seine zentrale Botschaft:
„Weniger ambitioniert kann unsere Klimapolitik nicht werden wegen Paris. Man kann nicht in Paris unterschreiben, vor den Kameras weinen und in Berlin nichts tun. Deutschland kann nicht Energiewendeland sein und Kohleland bleiben.“
Die Jahrestagung der VEE Sachsen e.V. am 10. März 2017 in der Gläsernen Manufaktur stand unter der Überschrift „Phase 2 der Energiewende - Erneuerbare Energien & Elektromobilität in Sachsen“.
Die rund 130 Teilnehmer der Jahrestagung konnten nicht nur den spannenden und informativen Vorträgen der Referenten und einer Podiumsdiskussion mit den energiepolitischen Sprechern von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke des Sächsischen Landtages folgen, sondern auch an einer Führung durch die Gläsernen Manufaktur teilnehmen und mit dem e-Golf eine Probefahrt machen.
Fachvorträge
"Warum brauchen wir eine globale Energiewende?", Dr. Leonie Wenz, PIK - Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
„Deutschland im siebten Jahr der Energiewende – Wo steht Sachsen?“, Hans-Jürgen Schlegel, VEE Sachsen e.V.
„Die Phase 2: Stand und Perspektiven der Energiewende“, Dr. Gerd Rosenkranz, Agora Energiewende
"Volkswagens Weg in die Elektromobilität und Umsetzung in der Landeshauptstadt Dresden", Dr. Carsten Krebs, Gläserne Manufaktur
"Mit der Verkehrswende die Mobilität von morgen sichern!", Christian Hochfeld, Agora Verkehrswende
"Elektromobilität im Autohaus: Erfahrungsbericht zwischen Fahrzeugtechnik, Strommanagement und neuen Mobilitätsgewohnheiten", Philipp Trommer, Autoservice Demmler
Die weiteren Vorträge und die Möglichkeit zum Download der Vortragsfolien finden sich hier.
Rund 80 Besucher sind unserer Einladung zum Film "Tomorrow - Die Welt ist voller Lösungen" gefolgt. In rund zwei Stunden stellt der Film weltweite Initiativen, Unternehmen und Einzelakteure vor, welche der Vision und den Gedanken der "Transition Towns" folgen und in ihrem Handeln zum Ausdruck bringen. Gesunde und Ökologische Ernährung, Urban Gardening, Erneuerbare Energien, Bildung, Regionalgelder, Demokratie und und und ... werden dabei zu einer neuen Form des Miteinanders in Gesellschaft und mit Umwelt verknüpft.
Ausgehend von der Beobachtung, dass die nationale und internationale Politik nicht entsprechend auf die Herausforderungen des Klimawandels und des bevorstehenden globalen Ölfördermaximums (Peak Oil) reagiert und daher die Kommunen von sich aus mit ersten vorbereitenden Maßnahmen auf eine Zukunft knapper werdender Roh- und Treibstoffe reagieren müssen, initiieren Transition Towns Gemeinschaftsprojekte.
Hierzu gehören u. a. Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion von fossilen Energieträgern sowie zur Stärkung der Regional- und Lokalwirtschaft. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die es insbesondere landwirtschaftlichen, aber auch gesellschaftlichen Systemen ermöglichen sollen, ähnlich effizient und resilient zu funktionieren wie natürliche Ökosysteme.
Auch Sachsen gibt es vergleichbare Projekte und die Transition-Bewegung. So zum Beispiel in Dresden oder Leipzig.
Wer mit uns, der VEE Sachsen e.V., weiter im Gespräch bleiben möchte, ist herzlich zu unserem Mitgliederstammtisch am Montag, den 8. Mai 2017, eingeladen. Es wird zunächst einen kurzen Impulsvortrag zu Fragen der Geothermie geben und dann ausreichend Zeit zum gemütlichen Austausch bei Speisen und Getränken sein. Der Stammtisch ist für ALLE OFFEN und wir freuen uns auf einen regen Austausch und spannende Gespräche.
Wir danken dem Programmkino Ost für die freundliche Unterstützung am gestrigen Abend und die Möglichkeit, den Film Kinofilm “Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ präsentieren zu können!
Dresden im Jahr 2030 und danch: 600 000 Einwohner leben und arbeiten in einer grünen und ruhigen Metropole. Radwege durchziehen die Stadt, Elektroautos fahren fast lautlos durch die Straßen und für jeden fußläufig erreichbar sind Gemeinschaftsgärten, die es überall im Stadtgebiet gibt. Dresden und seine Einwohner versorgen sich mit lebenswichtigen Dingen zu 73 Prozent aus der Region. Die Stadt ist ein großer Campus auf dem sich die Bürger im demokratischen und respektvollen Miteinander mit lokalen, regionalen und globalen Fragestellungen beschäftigen und in praxisnahen Reallaboren nach Lösungen suchen.
Klingt wie Zukunftsmusik? Genau das soll es auch sein! Dresden wurde 2015 vom Bundesforschungsministerium (BMBF) im Rahmen eines Städtewettbewerbs neben 50 weiteren deutschen Städten zur „Zukunftsstadt“ gekürt. Ziel des dreistufigen Wettbewerbs ist es, eine ganzheitliche und nachhaltige Vision 2030+ für Dresden zu entwerfen, die dann ab dem Jahr 2018 umgesetzt wird. Durch erfolgreich angeschobene bzw. umgesetzte Projekte erlangt Dresden den Status einer „Zukunftsstadt“ mit Vorbildcharakter.
Dazu finden ab März 2017 Planungsworkshops statt. Alle Dresdnerinnen und Dresdner sind eingeladen, ein paar langweilige Fernsehabende gegen spannende Workshops zu tauschen und gemeinsam mit anderen die Zukunft von Dresden zu planen! Die Workshops teilen sich in die Kategorien:
Ziel der Workshops ist es, Projektideen zu sammeln und in Richtung eines Umsetzungsplans zu entwickeln. Daher setzen die Workshops aufeinander auf: Die Ergebnisse von Workshop 1 fließen in Workshop 2 ein, dann in Workshop 3 und so weiter. Daher wird die Teilnahme an beiden Workshops dringend empfohlen!
Im Jahr 2016 wurde bereits jede dritte verbrauchte Kilowattstunde Strom in Deutschland rechnerisch durch Erneuerbare Energien erzeugt. Während der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung in Deutschland bei 32,3 % lag, hinkte Sachsen mit einem Anteil von 22,4 % deutlich hinterher.
Ganz grob gesagt, kommen rund 1/3 der Erneuerbaren Energien aus Windkraftanlagen. Diese sind eine wichtige Säule in der Energiewende.
Raumrelevante Windenergieanlagen wurden in Sachsen im Jahr 2016 lediglich neun installiert. Beim gleichzeitigen Rückbau von 14 Anlagen, sinkt der Bestand in Sachsen um ganze fünf Windenergieanlagen und es sind aktuell 870 in Betrieb.
Der Anlagenbestand von Windenergieanlagen von Sachsen ist teilweise bereits sehr veraltet. Von den derzeit 870 in Betrieb befindlichen WEA weisen rund 40 % eine Leistung von 1 MW und weniger aus – die Leistung von modernen Windenergieanlagen bewegt sich inzwischen bei 3 MW und mehr. Ende 2016 befanden sich in Sachsen 26 WEA der 3 MW-Klasse in Betrieb. Ersichtlich ist dies auch an den Inbetriebnahmedaten der Anlagen - weit über die Hälfte der Bestandswindenergieanlagen in Sachsen sind älter als 12 Jahre. Entsprechend des Landesentwicklungsplans (LEP 2013) ist demzufolge der Rückbau von Altanlagen und das Ersetzen durch Neuanlagen, das sogenannte Repowering, zu forcieren. Dafür sollten durch die Regionalen Planungsverbände auch entsprechende Vorrang-/Eignungsgebiete in den Regionalplänen ausgewiesen werden.
Anlagenöffnung - Tag der Erneuerbaren Energien am Samstag, 29.04.2017
Der Tag der Erneuerbaren Energien am 29.04.2017, der erstmalig vor 21 Jahren von der sächsischen Kommune Oederan veranstaltet wurde, ist mittlerweile deutschlandweit etabliert und bietet ein hautnahes Erleben des Themas ‘Erneuerbare Energien‘ für Groß und Klein.
Auch dieses Jahr beteiligt sich die VEE Sachsen e.V. wieder an der Öffnung von Anlagen aus dem Sektor der Erneuerbaren Energien, wie z.B. Windenergie- und Solaranlagen.
Sie als Energienutzer haben die Möglichkeit, die Anlagen zu besichtigen und alles Wissenswerte über diese sowie die Vielfalt der Nutzung und die Vorteile Erneuerbarer Energien zu erfahren.
Dazu stellen wir ausgewählte Anlagen einer breiten Öffentlichkeit vor und zeigen Ihnen, wie die Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien funktioniert und dass sie ein wichtiger Baustein unserer aller Zukunft ist.
Die Regierung wolle die Windenergie in Sachsen stärker ausbauen, wie im Koalitionsvertrag vereinbart. Die Beteiligung der Bürger und Kommunen sei der Schlüssel für die Akzeptanz der Windenergie in Sachsen. Das erklärte der Minister am letzten Freitag beim Besuch der Baustelle in Streumen. Hier konnte Martin Dulig gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten und energiepolitischen Sprechern Lars Rohwer (CDU) und Jörg Vieweg (SPD), sowie dem Wahlkreisabgeordneten Sebastian Fischer (CDU) und Bürgermeister Hannes Clauß (Parteilos) den Bau des ersten sächsischen Genossenschaftswindrades besichtigen.
"Wir freuen uns, dass sich der Minister so für die Windenergie einsetzen möchte. Wir hoffen, dass jetzt mit neuem Mut weitere Bürgerwindräder in Sachsen in Angriff genommen werden." brachte Susanne Koschker, Vorstand der egNEOS ihre Hoffnung zum Ausdruck.
Der Minister zeigte sich schwindelfrei und bestieg auch die 138 Meter hohe Nachbaranlage (Enercon E82), wo er einen perfekten Überblick über Sachsens zweitgrößten Windpark hatte.
"Jetzt kommt es darauf an, dass die neuen energiepolitischen Ziele der Koalition auch schnell in der laufenden Regionalplanung umgesetzt werden. Für Windprojekte mit Beteiligung von Kommunen und Bürgern brauchen wir auch neue Vorranggebiete also ausgewiesene Flächen. ", erklärte Dr. Wolfgang Daniels (Präsident VEE Sachsen) in Streumen.
Foto: Sachsens Wirtschaftsminister Dulig auf einer Enercon E-82 der Firma sabowind (Foto: VEE, Daniels)
Am ersten Wochenende im September findet wie jedes Jahr der Tag der Sachsen statt. Die VEE Sachsen e.V. (Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien) ist nun zum vierten Mal dabei und präsentiert die Entwicklungen im Bereich der Erneuerbaren Energien. Die aktuellen Themen des Verbandes sind: Wärme, Mobilität, Strom ohne Kohle- und Kernkraft. Die VEE will damit die Importabhängigkeit von Energieträgern sowie ihre Klimaauswirkungen verringern und die Innovations- und Wirtschaftskraft Sachsens stärken.
Die VEE Sachsen e.V. tritt als Mittler zwischen Bürgern, Unternehmen und der Politik auf und nimmt Bildungsaufgaben wahr. Engagierte Leute aus unterschiedlichen Fachrichtungen finden sich im Verband zusammen und setzen sich gemeinsam für die Nutzung Erneuerbarer Energien ein.
Das geht mit der Nutzung der Windenergie und der Wasserkraft genauso wie mit der Geothermie und dem Einsatz von Biomasse. Zur Energieversorgung für ein Haus gehören heute neben der Stromerzeugung aus Sonnenlicht genauso die Bereitstellung von Wärme sowie die Energieeffizienz zur Reduzierung des Bedarfs an konventionellen Energieträgern. Denn im Bereich der Wärmeversorgung können moderne Häuser mit Sonnenkollektoren oder durch Wärmeauskopplung bei Kaminen oder BHKWs unabhängiger von Öl und Gas werden. Passivhäuser kommen sogar ohne Heizung aus. In den eigenen vier Wänden kann man auch unabhängig vom öffentlichen Stromnetz werden, denn die Kombination moderner Systeme ist dazu bestens geeignet.
Die Kopplung unterschiedlicher Energiequellen sorgt im großen und kleinen Maßstab für Kontinuität, denn Windenergie, Wasserkraft und Biomasse stehen im Gegensatz zur Sonne auch in den Nachtstunden zur Verfügung.
Was gibt es zu sehen auf dem Stand der VEE Sachsen e.V. in Wurzen?
Windenergieanlage als Modell und Informationen zur Windenergie
Wasserkraftanlagen als Modell (am Nachbarstand des Wasserkraftverbands)
Stromversorgung mit PV-Modulen und Speicher
Kraft-Wärme-Kopplung
Solarthermie welche Kraft steckt in der Sonne? - Kochen mit Sonnenenergie
Speicher für elektrische Energie und Wärmeenergie, praxiserprobte Modelle
Spiele und Basteln für Kinder mit Bastelbögen, Malen und Luftballons
Elektroautos, Renault ZOE und BMW i3
Sie finden uns in 04808 Wurzen, Amtsweg, Wirtschaftsmeile, Stand Nr. V-048 (siehe Stadtplan)