Es ist fünf vor zwölf - der Klimaschutz kann nicht warten! Die Umsetzung der Energiewende darf nicht an Sachsens Grenze enden!

Presseerklärung
02.07.2019

Gemeinsame Pressemitteilung der VEE Sachsen e.V., des Bundesverbandes Windenergie e. V. – Landesverband Sachsen (BWE LV Sachsen), des Landesverbandes Nachhaltiges Sachsen e. V., des Wasserkraftverbandes Mitteldeutschland e.V., des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung e. V, des Klimaschutz Sachsen e. V. sowie der Familienbetriebe Land und Forst Sachsen und Thüringen

Es ist fünf vor zwölf - der Klimaschutz kann nicht warten! Die Umsetzung der Energiewende darf nicht an Sachsens Grenze enden!

Vor der am 01. September 2019 stattfindenden Landtagswahl erinnern die sächsischen Verbände der Erneuerbaren Energien und aus dem Bereich Klimaschutz die noch amtierenden Abgeordneten mit einem offenen Brief an ihre Verantwortung zum Thema. Der Brief ist bewusst platziert, trifft sich der Sächsische Landtag in dieser Woche doch nicht nur letztmalig vor der Sommerpause, sondern darüber hinaus auch letztmalig in dieser Legislaturperiode zur Plenarsitzung.

Der menschenverursachte Klimawandel schreitet merkbar voran. Dies zeigt sich nicht nur durch die derzeitigen Temperaturen mit der damit verbundenen Trockenheit, sondern auch in den Ausgleichsforderungen der Landwirte, die dadurch neue wirtschaftliche Herausforderungen bewältigen müssen.

Es stellt sich somit die Frage vor der Landtagswahl, welche Erfolge die amtierende Landesregierung aus CDU und SPD in den vergangenen fünf Jahren für den Klimaschutz vorzuweisen hat. Eine Bilanz, die sehr nüchtern ausfällt, sind doch weder das im Koalitionsvertrag versprochene neue Energie- und Klimaprogramm noch ein Klimaschutzgesetz, wie dies beispielsweise in Thüringen verabschiedet wurde, in der Regierungsbilanz vorzuweisen.

Es herrscht Stagnation im Bereich Klimaschutz – Sachsen droht den Anschluss zu verlieren. Insbesondere im Ausbau der Erneuerbaren Energien fiel der Freistaat in den letzten fünf Jahren auf den letzten Platz der Flächenländer zurück - der Anteil der Erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch stagniert seit mehreren Jahren. Kein Wunder also, dass für die Reduktion der CO2-Emmissionen in den letzten Jahren nur bescheidende Fortschritte erzielt wurden1.

Um dem Klimaschutz und der Energiewende im Freistaat Sachsen neuen Schwung zu verleihen, haben die Verbände deshalb einen Maßnahmenkatalog zusammengestellt und diesen den aktuellen Landtagsabgeordneten und der neuen Regierung als Hausaufgabe übergeben.

Darin enthalten sind Forderungen nach einem Sächsischen Klimaschutzgesetz mit darauf aufbauenden Zielen für ein neues Energieprogramm. Neben dem Energiesektor sind Anstrengungen notwendig im Wärmesektor, dem Verkehrsbereich und im Ausbau von Energiespeichern. Aber auch ganz praktische Forderungen werden formuliert, beispielsweise die Stärkung der Sächsischen Energieagentur (SAENA) als Koordinator und Berater für Bürger und Kommunen, um den Ausbau Erneuerbarer Energien aktiv zu gestalten und zu begleiten.

Das Thema Klimaschutz muss für die neue Regierung eines der zentralen Themen werden – die unterzeichnenden Verbände stehen mit ihrer Erfahrung und ihrer Kompetenz dafür zur Verfügung!

Fußnote:

1) https://www.foederal-erneuerbar.de/landesinfo/bundesland/SN/kategorie/klimaschutz/auswahl/538-co2-emissionen_aus_d/#goto_538


Offener Brief an die Abgeordneten des Sächsischen Landtages:

 

 

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Offener Brief an die Abgeordneten des Sächsischen Landtages

Dienstag, 02. Juli 2019 - 09:30
VEE Sachsen e.V.

Foto vom Anschreiben 02.JPG

Sachsen: Jetzt muss die Politik die Energie- und Klimawende aktiv gestalten – Erneuerbaren Energien als Chance für eine nachhaltige und langfristige Zukunft für das Energieland Sachsen

Sehr geehrte Frau Landtagsabgeordnete,
sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter,

fast ein Jahrhundert bildete die unter vielen Entbehrungen und großer Kraftanstrengung aus der Erde geholte Braunkohle das Rückgrat unserer sächsischen Energieversorgung. Tausende Kumpel sorgten damit für eine sichere Energieversorgung. Eine Leistung, auf die sie zu Recht stolz sein können.

Durch den im letzten Jahr mit breiter politischer und gesellschaftlicher Basis beschlossenen Ausstieg aus der Braunkohle muss sich unser Energieland Sachsen nun neu erfinden. Es ist absehbar, dass die Basis dafür nur die Erneuerbaren Energien in Kombination mit verschiedenen Speicher- und Umwandlungstechnologien sein können. Bereits heute arbeiten über 15.000 engagierte Beschäftigte in Sachsen im Bereich Erneuerbare Energien und damit an einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung, die darüber hinaus dem Klimaschutz dient.

Ohne den Systemwechsel hin zu Erneuerbaren Energien wird sich unser Bundesland Sachsen zukünftig von einem Energieexporteur zu einem -importeur wandeln. Hierbei sei erwähnt, dass Sachsen im Jahr 2016 noch 15,7 Mrd. kWh Strom exportierte. Ohne den Zubau an alternativen Energieerzeugungskraftwerken werden zukünftig erhebliche finanzielle Mittel aus Sachsen abfließen und nicht mehr den regionalen Wirtschaftskreisläufen zur Verfügung stehen. In der Folge werden erhebliche Kaufkraft- und Wohlstandsverluste in allen Regionen des Freistaates Sachsen spürbar sein.

Dazu macht der aktuelle gesellschaftliche und politische Diskurs eines deutlich: Wir diskutieren nicht mehr darüber, ob Deutschland eine CO2- Steuer einführen wird, sondern nur noch das wann und wie. Diese Steuer wird umgehend die Kohleverstromung verteuern und die oben skizzierten Entwicklungen beschleunigen. Damit steigt sodann auch die Nachfrage durch Industrie und Handwerk nach Strom aus Erneuerbaren Energien, um national und international im Wettbewerb weiter bestehen zu können.

Der Ausstieg aus der Braunkohle und dem damit einhergehenden Strukturwandel, unterstützt mit erheblichen finanziellen Mitteln vom Bund und Europa, bietet jetzt die einmalige Chance, gemeinsam mit den Menschen vor Ort ein neues Energieland Sachsen aufzubauen. Zudem kann man diese Mittel nutzen, um Vorort Strukturen und Bedingungen zu schaffen, welchen den Menschen eine Zukunft und Arbeitsplätze in diesen ländlichen Regionen bietet. Davon würde also nicht nur das Klima, sondern auch nachhaltig die Bürger profitieren. Eine Chance, die ergriffen werden muss!

Die sächsische Politik und Sie als Abgeordneter des sächsischen Landtages sind nun aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen:

Die Grundlagen für den notwendigen Aufbau einer langfristig nachhaltigen und sozial ausgewogenen Energieversorgung für die Bereiche Wärme/Kälte, Mobilität und Strom müssen jetzt gelegt werden, will man das Heft des Handelns selbst in der Hand behalten. Am Umbau der sächsischen Energieversorgung auf Basis von 100% Energie aus dezentralen Erneuerbaren Technologien führt kein Weg vorbei. Denn nur die Erneuerbaren sind als einheimische Energieträger lokal und regional verfügbar und schützen gleichzeitig das Klima.

Wir als Vertreter von Verbänden, Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Klima- und Naturschutz sowie den Erneuerbaren Energien arbeiten bereits heute an dieser Vision und möchten der sächsischen Politik - und Ihnen als Abgeordneten dabei helfen, diese Vision zu einem gesamtgesellschaftlichen Projekt zu machen. Dafür müssen wir jetzt gemeinsam Verantwortung übernehmen, gemeinsam Handeln und die notwendigen Grundlagen und Rahmenbedingungen legen, um das Klima zu schützen und unseren Kindern und Kindeskindern eine lebenswerte Zukunft im Freistaat Sachsen zu bieten.

Unser Positionspapier mit konkreten Forderungen zur Umsetzung der Energiewende in Sachsen erhalten Sie als Anlage beigefügt.

Wir arbeiten gemeinsam an einem neuen Energieland Sachsen! Auf Basis von Erneuerbaren Energien und Innovation. [...]

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Energieland Sachsen - im Spannungsfeld zwischen Kohleausstieg, Strukturwandel und Landtagswahl - Ein Rückblick zur VEE-Jahrestagung 2019

Montag, 20. Mai 2019 - 13:03
VEE Sachsen e.V.

VEE-Jahrestagung 2019 - Dr. Felix Matthes Öko Institut Berlin.jpg

Die diesjährige Tagung der VEE-Sachsen e.V. hatte sich ganz dem Thema des Braunkohleausstieges und Strukturwandels verschrieben. Am Vormittag hatten die Besucher zunächst Gelegenheit das Braunkohlekraftwerk Lippendorf zu besichtigen. Am Nachmittag trafen sich die knapp 100 Gäste und folgten der Einladung der VEE Sachsen e.V. in das Kulturhaus Böhlen. Der "Kulturpalast" - wie er zu DDR-Zeiten genannt wurde - wurde errichtet, um die Lebensbedingungen der Arbeiter und Angestellten des Böhlener Kombinats zu verbessern. Der Bau im typischen Stile der 50er Jahre konnte erhalten werden und wartet heute mit einer Vielzahl interessanter Veranstaltungen auf und ist gern genutzter Tagungsort. Für die VEE-Sachsen e.V. war die Jahrestagung 2019 insoweit Premiere, als dass erstmals eine Jahrestagung außerhalb von Dresden stattfand.

Nach den Grußworten der Geschäftsführerin des Kulturhauses, Christiane Fuhrmann, welche unter anderem zur Geschichte des Haues berichtete und dem Bürgermeister der Stadt Böhlen, Dietmar Berndt, eröffnete der Präsident Dr. Wolfgang Daniels die Jahrestagung.

Referenten der Jahrestagung & Präsentationsfolien

  • Die Ergebnisse der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung und ihre Umsetzung, Dr. Felix Chr. Matthes, Öko-Institut Berlin, Mitglied der "Kohlekommission", Präsentationsfolien als PDF
  • Die Kosten von unterlassenem Klimaschutz, Dr. Matthias Deutsch, AGORA ENERGIEWENDE, Präsentationsfolien als PDF
  • Erneuerbare Energien in Sachsen - Eine reale Einschätzung 2019, Hans-Jürgen Schlegel, VEE Sachsen e.V., Präsentationsfolien als PDF
  • Netzstabilität und Regeleingriffe, Uwe Granzow, Leiter Regionalzentrum Ost, 50Hertz Transmission GmbH, Präsentationsfolien als PDF
  • Strukturwandel in der Innovationsregion Mitteldeutschland, Werner Bohnenschäfer, Projektleiter Innovationsregion Mitteldeutschland, Präsentationsfolie als PDF

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine lebhafte Podiumsdiskussion mit den Referenten, Vertretern der Sächsischen Landtagsfraktionen (Georg-Ludwig von Breitenbuch für die CDU, Jörg Vieweg für die SPD, Dr. Gerd Lippold für Bündnis 90/Die Grünen und Marco Böhme für die Linken) sowie einem Vertretern der #FridaysForFuture-Bewegung aus Leipzig.

Kulinarisch begleitet wurde die Jahrestagung durch den vegan-vegetarischen Caterer Govinda aus Leipzig - vielen Dank dafür!

Presse

Der Energiejournalist Stefan Schroeter berichtet über die Jahrestagung:

Enge gesetzliche Rahmenbedingungen und eine begrenzte Akzeptanz in der Bevölkerung bremsen die sächsische Ökostrom-Produktion. Die Regierungskoalition aus CDU und SPD konnte sich nicht auf ein neues Ausbauziel einigen.

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien kommt in Sachsen weiterhin nur sehr langsam voran. Im Jahr 2017 lieferte sie 5,87 Terawattstunden und deckte damit einen Anteil von 22,4 Prozent des landesweiten Brutto-Stromverbrauchs. Zum Vergleich: Bundesweit lag dieser Anteil bereits bei 37,8 %. Diese Zahlen nannte der Döbelner Energie- und Klimaschutz-Experte Hans-Jürgen Schlegel am Freitag in Böhlen bei der Jahrestagung der VEE Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien. Für das abgelaufene Jahr 2018, für das noch keine statistischen Daten vorliegen, rechnet Schlegel mit einer etwa vergleichbaren Stromerzeugung. Dabei dürfte die Solarstrom-Produktion aufgrund der vielen Sonnenstunden zugelegt haben, während die Windkraft von geringeren Luftbewegungen gebremst wurde.

lesen Sie hier den ganzen Bericht

Videomitschnitte

  • Die Ergebnisse der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung und ihre Umsetzung, Dr. Felix Chr. Matthes, Öko-Institut Berlin, Mitglied der "Kohlekommission", zum Video
  • Die Kosten von unterlassenem Klimaschutz, Dr. Matthias Deutsch, AGORA ENERGIEWENDE, zum Video
  • Erneuerbare Energien in Sachsen - Eine reale Einschätzung 2019, Hans-Jürgen Schlegel, VEE Sachsen e.V., zum Video
  • Netzstabilität und Regeleingriffe, Uwe Granzow, Leiter Regionalzentrum Ost, 50Hertz Transmission GmbH, * keine Freigabe erteilt
  • Strukturwandel in der Innovationsregion Mitteldeutschland, Werner Bohnenschäfer, Projektleiter Innovationsregion Mitteldeutschland, zum Video
  • Podiumsdiskussion, Mitschnitt in Kürze

 

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Kinofilm „CLIMATE WARRIORS – der Kampf um die Zukunft unseres Planeten“ und sich anschließendes Gespräch - Tag der Erneuerbaren Energien 2019

Dienstag, 02. April 2019 - 17:00
VEE Sachsen e.V.

Zum Tag der Erneuerbaren Energien präsentiert die VEE Sachsen e.V. den Kinofilm „CLIMATE WARRIORS – der Kampf um die Zukunft unseres Planeten“. Im Anschluss an den Film besteht Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit lokalen Akteuren der Energiewende!

Der neue Dokumentarfilm von Carl-A. Fechner zeigt, wie die Energiewende tatsächlich gelingen kann – und zwar weltweit. Er gibt den Menschen eine Stimme, die unermüdlich für eine nachhaltige und gerechte Zukunft kämpfen. Sie alle glauben an die Möglichkeit einer Energie-Revolution, wenn sich jeder Einzelne engagiert. Ein ermutigendes Plädoyer für Frieden und soziale Gerechtigkeit. Es ist Zeit zu handeln!

Dresden | Mittwoch, 24. April 2019

  • Mittwoch, 24.04.2019, 19:30 Uhr
  • Programmkino Ost, Schandauer Straße 73, 01277 Dresden
  • Eintritt: 5,00 Euro

Links

Chemnitz | Donnerstag, 25. April 2019

  • Donnerstag, 25.04.2019, 20:00 Uhr
  • Kino Metropol Chemnitz, Zwickauer Straße 11, 09112 Chemnitz

Die Veranstaltung in Chemnitz ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Heckert Solar GmbH. Wir bedanken uns für die Unterstützung!

Links

Leipzig | Freitag, 26. April 2019

  • Freitag, 26.04.2019, 20:00 Uhr
  • Passage Kinos Leipzig, Hainstraße 19a, 04109 Leipzig

Links

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„Autarker Plus-Energie Parkplatz“ – Informationsveranstaltung mit Besichtigung zum Tag der Erneuerbaren Energien 2019

Dienstag, 02. April 2019 - 16:00
VEE Sachsen e.V.

In Zusammenarbeit mit der Lokale Agenda 21 für Dresden e. V., der Landeshauptstadt Dresden und der VEE Sachsen e.V.

DSC_0447_0.jpgDas Elektrobildungs- und Technologiezentrum e.V. (EBZ) hat 2018 einen innovativen Parkplatz mit PV-Carport, Speichersystem, LED-Parkplatzbeleuchtung und mehreren Ladesäulen für Elektrofahrzeuge eröffnet, der im Idealfall den kompletten eigenen Stromverbrauch abdeckt. Dabei steht der Paradigmenwechsel durch die Energiewende im Mittelpunkt: Unter Einschluss von kombinierten elektrischen Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen, die mit dem örtlichen Stromnetz und Speichereinheiten verbunden sind, sowie mit Überwachung und Steuerung der Energie sind „Erzeugung“ und „Verbrauch“ so gestaltet, dass über den Jahresverlauf mehr Energie selbst erzeugt werden kann als aus dem öffentlichen Netz hinzu gekauft werden muss.

Das Pilotprojekt ist ein zukunftsweisendes Beispiel für eine praxisorientierte Umsetzung der Energiewende vor Ort und wurde gemeinsam mit den Dresdner Firmen Kiwigrid GmbH und Solarwatt GmbH realisiert. Wir laden Sie ganz herzlich zu einer gemeinsamen Veranstaltung inkl. Besichtigung der Anlage im EBZ ein. Machen Sie sich selbst einen Eindruck von den Möglichkeiten der Energiewende in Sachsen und diskutieren Sie mit unseren anwesenden Experten.

  • Donnerstag, 2. Mai 2019, 14:00 bis 17:00 Uhr  
  • Elektrobildungs- und Technologiezentrum e.V. (EBZ),  Raum 100 (1. Etage), Scharfenberger Straße 66, 01139 Dresden

Anmeldungen bei: Frau Andrea-Sabine Szulc, E-Mail: a.szulc@ebz.de, Tel. 0351 8506 337
Eintritt frei, max. Teilnehmerzahl: 25

Veranstaltungsprogramm:

  1. Zum Tag der Erneuerbaren Energien – Aktueller Stand der Energiewende (Andreas W. Poldrack, VEE Sachsen e.V.)
  2. Modellvorhaben Autarker Plus-Energie-Parkplatz – ein Kooperationsprojekt von Solarwatt, Kiwigrid und EBZ im Rahmen der EBZ-Entwicklung zum Kompetenzzentrum „Intelligente Energiewirtschaft – Intelligente Netze – Prosumer-Netzwerke“ (Prof. Dr.-Ing. Manfred Hübner, HTW  Dresden und Ronny Donath, EBZ)
  3. Branchenübergreifende Energiedienstleistungen für die Energiewelt der Zukunft (Martin Wießner, Kiwigrid GmbH)
  4. Erneuerbare Energien – Thema für Aus- und Weiterbildung (Jens Köster, EBZ)
  5. Führung über den EBZ-Parkplatz mit Besichtigung des Energiehauses
  6. Imbiss und Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen

Links

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Energieland Sachsen | Freitag, 10. Mai 2019 - VEE-Jahrestagung 2019

Montag, 25. März 2019 - 20:00
VEE Sachsen e.V.

Energieland Sachsen - im Spannungsfeld zwischen Kohleausstieg, Strukturwandel und Landtagswahl

  • Freitag, 10. Mai 2019, 13:00 bis 18:00 Uhr
  • Kulturhaus Böhlen, Leipziger Str. 40, 04564 Böhlen (bei Leipzig)

Vormittags besteht - optional - die Möglichkeit das Kraftwerk Lippendorf zu besichtigen und an einer Werksführung teilzunehmen.

VEE2019 - Foto_0.jpg

Unterlagen und Links

Programm

09:30 optional Werksbesichtigung Kraftwerk Lippendorf (Treff: ab 9:00 Uhr)
 
   
12:00 Ankommen - Mittagsbuffet & Networking
   
13:00 Eröffnung der Jahrestagung durch den Präsidenten der VEE Sachsen e.V. Dr. Wolfgang Daniels
   
13:20 Die Ergebnisse der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung und ihre Umsetzung, Dr. Felix Chr. Matthes, Öko-Institut Berlin, Mitglied der "Kohlekommission"
14:10 Die Kosten von unterlassenem Klimaschutz, Frank Peter, AGORA ENERGIEWENDE
   
15:00 Kaffeepause & Networking
   
16:00 Erneuerbare Energien in Sachsen - Eine reale Einschätzung 2019, Hans-Jürgen Schlegel, VEE Sachsen e.V.
16:20 Netzstabilität und Regeleingriffe, Uwe Granzow, Leiter Regionalzentrum Ost, 50Hertz Transmission GmbH
16:40 Strukturwandel in der Innovationsregion Mitteldeutschland, Werner Bohnenschäfer, Projektleiter Innovationsregion Mitteldeutschland
   
17:00 Podiumsdikussion mit den Referenten und den Energiepolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen
   
18:00 Ende der Jahrestagung

Wir bitten höflich um Anmeldung zur Jahrestagung. Bei Rückfragen steht Ihnen unsere Geschäftsstelle gern zur Verfügung. Melden Sie sich hier an:

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Fortschreibung des Energie- und Klimaprogramms in Sachsen ist essenziell für den Schutz und den Erhalt der Lebensgrundlagen und Investitionen in eine nachhaltige Wirtschaft

Mittwoch, 13. März 2019 - 13:35
VEE Sachsen e.V.

Erklärung zur Absage des Freistaates Sachsen zur Fortschreibung des Energie- und Klimaprogramms Sachsens

Die Absage der Fortschreibung des Energie- und Klimaprogramms für Sachsen durch die Regierungskoalition in Sachsen ist der Höhepunkt einer den Klimawandel und dessen Folgen ausblendenden Politik von CDU und SPD in Sachsen.

Die notwendige Fortschreibung des Energie- und Klimaprogramms ist unverzichtbare Voraussetzung für das Erreichen der UN-Klimaziele und die weitere Entwicklung aller Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in Sachsen. Bislang existieren in Sachsen keine mittel- und langfristigen Strategien für einen zukünftigen Klimaschutz, eine nachhaltige klimafreundliche wirtschaftliche Entwicklung und eine Energiewende. Allein die Bereiche Klimafolgenanpassung und Energieeffizienz zu betrachten, ist zu wenig. Das ist nicht mehr hinnehmbar. Seit Jahren stagniert im Freistaat Sachsen der Ausbau der Nutzung Erneuerbarer Energien. Es erfolgt nahezu ausschließlich eine Fokussierung auf die stoffliche Nutzung der Braunkohle. Seit Jahren fehlt es an sinnvollen Konzepten für eine Verkehrswende zum Schutz des Klimas und seit Jahren fehlen Anreize für den Umbau und die Modernisierung unserer Wirtschaft, um den Erfordernissen des Klimaschutzes gerecht zu werden und letztlich auch die damit verbundenen Chancen zu nutzen.

Wer meint, mit den Ergebnissen der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ einen Grundkonsens für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen geschaffen zu haben und sich dieser Grundkonsens allein in milliardenschweren Zahlungen für den sogenannten Strukturwandel in den mittel- und ostdeutschen Braunkohlerevieren auszudrücken hat, verkennt ganz offensichtlich, dass auch der Strukturwandel Entwicklungsziele benötigt und dass das Energie- und Klimaprogramm hierfür die Grundlage ist. Die Fragen nach einer sicheren, bezahlbaren und nachhaltigen Energieversorgung, nach dem Erhalt und der Schaffung neuer Arbeitsplätze, nach der Weiterentwicklung bestehender Industrien und der damit verbundenen Investitionssicherheit, dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und einem Konsens im Umsetzungsprozess im Hinblick auf die Klimaziele können und müssen in einem fortgeschriebenen Energie- und Klimaprogramm beantwortet werden. Die Verantwortung dafür liegt bei der Regierungskoalition aus CDU und SPD, auch im Jahr der Landtagswahl.

Wer sein politisches Handeln an kurzfristigen Strömungen und Tendenzen orientiert oder Technologien fokussiert, deren Lebensdauer absehbar ablaufen, handelt auch in demokratischen Strukturen nicht verantwortungsbewusst.

Wir fordern daher die Regierungskoalition aus CDU und SPD auf, den Fortschreibungsprozess für das Energie- und Klimaprogramm unverzüglich wieder aufzunehmen, eine Auseinandersetzung mit den Argumenten der unterschiedlichen Akteure fachlich und sachlich zu begleiten und Ziele für die wirtschaftliche und soziale und zugleich nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklung Sachsens zu formulieren. Wir brauchen den Klimaschutz und eine Energiewende jetzt, auch in Sachsen.

Mit dieser gemeinsamen Erklärung wenden sich zehn Verbände aus den Bereichen Umwelt, Verkehr, Energie und Landwirtschaftin gegen die Absage der Fortschreibung des Energie- und Klimaprogramms (EKP) für Sachsen ...

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